Berlin (dpa/bb) - Die Berliner Polizei will künftig auch mit Elektroautos auf Verbrecherjagd gehen - und so verstärkt auf den Klimaschutz achten. Am Donnerstag nahmen Innensenator Frank Henkel (CDU) und die amtierende Polizeipräsidentin Margarete Koppers elf alternativ angetriebene Autos in Empfang. Unter dem Motto «Blau fährt grün» soll so ein Beitrag zur Minderung des Kohlendioxidausstoßes geleisten werden. Damit kommt die Hauptstadtpolizei einer 2012 in Kraft getretenen EU-Richtlinie nach.
«Es zeugt vom modernen und aufgeschlossenen Selbstverständnis der Berliner Polizei, dass sie bei ihrer Ausstattung auch nachhaltige und ökologische Kriterien berücksichtigt», sagte Henkel. «Damit ist sie in dieser Form deutschlandweit vorbildhaft und beispielgebend.»
Die bisher angeschafften «grünen» Polizeifahrzeuge sind allerdings erst ein Tropfen auf den heißen Stein. Insgesamt werden jetzt 63 von rund 2500 Polizeiautos alternativ (9 Elektro, 24 Hybrid, 30 Erdgas) angetrieben. Das seien gut zwei Prozent des gesamten Polizeifuhrparks, hieß es.
In den nächsten Jahren sollen weitere umweltfreundlichere Wagen angeschafft werden. Seit Anfang des Jahres fordert Brüssel, dass Neuwagen im Schnitt nicht mehr als 120 Gramm CO2 pro Kilometer erzeugen. Autos, die diesen Wert nicht schaffen, sollen teuer werden.

