Die Pächterin des Geländes unweit des Reichstagsgebäudes, Johanna Ismayr, duldet das Camp. «Ich werde nichts weiter unternehmen, solange sie friedlich sind», sagte sie am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Am Morgen habe sie einen Brief der Anhänger bekommen, in dem sie darum gebeten hätten, Zelte auf dem Gelände der früheren Strandbar aufstellen zu dürfen. Weil es eine Duldung der Pächterin gibt, schritt die Polizei nach eigenen Angaben nicht ein.
Am 30.11. wird Inventar der beliebten Strandbar versteigert - bis dahin werde auch noch Miete gezahlt, sagte Ismayr. Danach muss der Pressestrand unter anderem dem Neubau des Bundesbildungsministeriums weichen. Was danach mit der Zeltstadt passiert, ist offen.
Pasmann zufolge soll das bisherige Camp an der Parochialkirche in Mitte zunächst bestehenbleiben. Wie es damit weitergeht, werde vermutlich in den nächsten Tagen entschieden. An diesem Freitag sei ein «Karneval der Empörten» in der Hauptstadt geplant. An der Humboldt-Universität wollen Anhänger der Bewegung ab 11.11 Uhr - traditioneller Beginn des Karnevals - mit Kostümen und Transparenten demonstrieren.

