Viele Geflüchtete reisen mit der Bahn nach Deutschland und Berlin ein. Es bestehen Zugverbindungen aus Gdynia, Poznań, Warszawa, Przemyśl, Kraków und Wrocław in Polen, aus Budapest in Ungarn und aus Prag in Tschechien. Die meisten Züge aus Polen fahren nach Berlin, einige jedoch auch nach Frankfurt (Oder), Cottbus und Hannover. Aus Budapest kommen Sie über Wien nach München, Nürnberg oder Passau und aus Prag nach Dresden. Es kursieren Gerüchte, dass eine Ankunft und Registrierung nur in Berlin möglich sind. Das ist falsch. Sie können sich in allen deutschen Städten registrieren und erhalten Hilfe. Die Zugfahrt ist für Geflüchtete kostenlos. Sie benötigen kein Ticket. Sie müssen lediglich ihren ukrainischen Ausweis oder Pass vorzeigen.
Sofern Sie mit dem Zug am Berliner Hauptbahnhof anreisen, nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel zum Ankunftszentrum in Reinickendorf in der Oranienburger Straße 285, 13437 Berlin. Dort werden Sie für Berlin registriert oder in ein anderes Bundesland verteilt. Das Ankunftszentrum besteht aus einer Übergangs-Unterkunft und einem Registrierungsbereich. Der Einlass zum Ankunftszentrum befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Haus 2. Das Ankunftszentrum hat durchgehend geöffnet. Wenn es für Sie möglich ist, Ihre Ankunft nach Berlin zu planen, versuchen Sie, zwischen 8 und 16 Uhr dort anzukommen. Zu anderen Zeiten müssen Sie mit längeren Wartezeiten rechnen. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten.
Um zum Ankunftszentrum in Reinickendorf zu kommen, fahren Sie vom Hauptbahnhof am besten mit den Linien S3, S5, S7 oder S9 der S-Bahn oder der U-Bahn-Linie U5 zum Alexanderplatz. Von dort geht es weiter mit der U8, der Ausstieg ist an der Station Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist kostenpflichtig nach BVG-Tarif.
Sie können auch mit dem eigenen Auto einreisen. In Deutschland ist grundsätzlich eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben.