„Sammeln für Deutschland“? Das Museum unter vier Staatsformen
© Courtesy Shilpa Gupta, Auftragsarbeit von YARAT Contemporary Art Space und Edinburgh Art Festival, Foto: Pat Verbruggen
Zeitgenössische Kunst, Fotografie und alte Meister: Das Berliner Ausstellungsjahr 2026 hält wieder hochkarätige Kunst-Highlights aus allen Bereichen bereit.
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„Sammeln für Deutschland“? Das Museum unter vier Staatsformen
Themenführung zum Tag der Deutschen Einheit
Der Rundgang durch den hausgeschichtlichen Bereich der Ausstellung bietet einen Einblick in den Wandel der Sammlungs- und Ausstellungspraxis im Laufe der deutschen Geschichte unter verschiedenen Staatsformen. Er beginnt bei den Rüstungen der kaiserlichen Ruhmeshalle und geht über die letzte von Kaiser Wilhelm II. getragene Felduniform im NS-Heeresmuseum bis hin zur sowjetischen „Fahne von Kriwoi Rog“ im Museum für deutsche Geschichte der DDR.
Durch das berühmte Gemälde von Matthias Koeppel „… und alles wird wieder gut“ wird die Vereinigung Deutschlands ironisch illustriert. Das schließlich vereinigte Museum eröffnet zugleich den Rückblick auf den langen und nicht selbstverständlichen Weg hin zu einem demokratischen, multiperspektivischen Museum.
Diese Sammlungspraxis führt das DHM bis heute beispielhaft im zweiten Teil der Ausstellung fort. Ein Doppelstockbett aus einer Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete steht am Ende des Rundgangs. Es gelangte 2016 durch Walter Lübcke in die Sammlung, dessen spätere Ermordung durch Rechtsextremisten zugleich auf das Fortleben antidemokratischen Gedankenguts verweist.
Anmeldung vor Ort
Preisinformationen: Eintritt frei
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