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2101 – Future Ceramics

Tischkultur der Zukunft

  • Jannes Bock, Tischgeschirr „Cielo“, 2026, Biskuitporzellan

    Jannes Bock, Tischgeschirr „Cielo“, 2026, Biskuitporzellan

  • Samuel Fiedler, Trinkgefäße „Artefakte des Widerstands“, 2026, Porzellan und Metall

    Samuel Fiedler, Trinkgefäße „Artefakte des Widerstands“, 2026, Porzellan und Metall

  • Seyoung Chon, Trinkschalen „Fungen“, 2026, Porzellan, teilweise glasiert

    Seyoung Chon, Trinkschalen „Fungen“, 2026, Porzellan, teilweise glasiert

  • Mona Mei, Leander Heinisch, OT, 2026, Biskuitporzellan

    Mona Mei, Leander Heinisch, OT, 2026, Biskuitporzellan

  • Jan Cichon, Tischgeschirr „The Open Seat“, 2026, Porzellan, teilweise glasiert und bemalt

    Jan Cichon, Tischgeschirr „The Open Seat“, 2026, Porzellan, teilweise glasiert und bemalt

  • Erik Kollmorgen, Yuval Kazes, Klangschale „D'UOMO“, 2026, Porzellan, teilweise glasiert

    Erik Kollmorgen, Yuval Kazes, Klangschale „D'UOMO“, 2026, Porzellan, teilweise glasiert

Wie werden die Menschen in Zukunft leben? Und wie werden sie essen und trinken, welche alltäglichen Rituale der Tischkultur könnten sich im Jahr 2101 entwickeln? Mit diesen Fragen haben sich Studierende der Universität der Künste (UdK) im Rahmen des Seminars „2101 – FUTURE CERAMICS | Tischkultur der Zukunft“ intensiv beschäftigt. Zwölf Arbeiten sind nun im Berliner Kunstgewerbemuseum (KGM) zu sehen.
Anhand spekulativer Szenarien entwarfen die Studierenden experimentelles Geschirr, das mögliche zukünftige Formen des Zusammenlebens widerspiegelt. Neben klassischen Designprozessen nutzten die Studierenden auch KI-gestützte Werkzeuge, um ihre Zukunftsvisionen zu visualisieren und zu erzählen. Keramik, insbesondere Porzellan, diente dabei als zentrales Material, das wegen seiner Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und kulturellen Bedeutung ausgewählt wurde.
Häufig spielen in den Visionen der Studierenden Rituale eine Rolle: Das Zusammenkommen in der Familie gewinnt an Bedeutung, ebenso das zeremonielle gemeinsame Speisen und Trinken. Im Kontext und als Reaktion auf mögliche künftige Klimakatastrophen, die soziale Entfremdung in verdichteten Megacities oder die Vereinsamung im digitalen Zeitalter entwarfen die Studierenden Trinkgeschirr mit Klangcodes, Gefäße zur rituellen Zubereitung von Tee, ein Service, das zum Teilen einlädt, oder ein Stapelgeschirr für neuartige Nahrungsmittel wie Gelees, Algen oder Insekten. Auch Trinkpokale, Duftgefäße und Jardinieren als Tischschmuck entstanden, jeweils im Kontext künftiger Gesellschaftsszenarien.
Die Arbeiten werden inmitten der historischen Porzellane und Fayencen aus dem Bestand des KGM gezeigt. So entsteht ein Dialog zwischen den Zukunftsvisionen der jungen Designer*innen und der Tafelkultur vergangener Epochen.

Eine Sonderausstellung des Kunstgewerbemuseums – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit der Universität der Künste, Fachbereich Produktdesign

Laufzeit: Do, 09.07.2026 bis So, 28.02.2027

Findet hier statt:

Sibylle Bergemann (4)

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