Schild im Garten "Interkultureller Garten Rosenduft. Südosteuropa Kultur e.V."

Ein Garten für die Seele

Hier konnten wir das Vertrauen in Menschen wieder aufbauen, welches wir während des Krieges verloren hatten.
Parkfluencerin Begzada
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Als Begzada Alatović vor knapp 30 Jahren aus dem ehemaligen Jugoslawien nach Berlin kam, war sie vom Krieg gezeichnet. Der südost Europa Kultur e.V. half durch Therapie, Gespräche und gute Ratschläge Menschen aus den Kriegsgebieten. So fand auch Begzada mit einer Gruppe von 300 Frauen Trost. Als eine von ihnen besorgt von ihrem zurückgelassenen Garten und den Rosenbeeten sprach, war die Idee des Gartens Rosenduft geboren. Ein Ort, an dem Frauen ein Stück Land bearbeiten, Wurzeln schlagen und Nachbar*innen kennenlernen können.

Begzada Alatovic mit einer Frau im Garten

Begzada Alatović schätzt es, gemeinsam mit anderen Frauen Erfahrungen im Garten Rosenduft auszutauschen.

Entstanden ist dadurch ein Ort der Begegnung und des gemeinsamen Lernens. Mittlerweile sind rund 70 Personen unterschiedlicher Herkunft im Garten aktiv. Begzada hat bei der Gartenarbeit viele andere Menschen und Kulturen kennengelernt: „Hier konnten wir das Vertrauen in Menschen wieder aufbauen, welches wir während des Krieges verloren hatten.”

Anziehtöpfchen

Im Garten Rosenduft können Bienenwaben angeschaut und gelernt werden, wie Gemüse wächst.

Das Projekt ist zu einem generationsübergreifenden Lernort geworden. Es werden Kurse angeboten, die Kindern und Erwachsenen einen rücksichtsvollen Umgang sowohl miteinander als auch mit dem Stadtgrün beibringen. Denn nur mit gegenseitiger Rücksicht können diese Oasen inmitten der Stadt auch zukünftig Menschen zusammenbringen und ihnen Erholung bieten. Generell wünscht sich Begzada in der Hauptstadt noch ein bisschen mehr Respekt und Achtsamkeit. Genau das, was Berliner Grünflächen verdient haben.