Julia Jentsch half Erfahrung als Mutter bei «24 Wochen»

Julia Jentsch half Erfahrung als Mutter bei «24 Wochen»

Die Schauspielerin Julia Jentsch (37) hat es bei dem Abtreibungsdrama «24 Wochen» geholfen, dass sie selbst Mutter ist.

Julia Jentsch

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Julia Jentsch auf der Berlinale. Foto: Britta Pedersen

Das erzählte Jentsch am Sonntag (14. Februar 2016) bei der Berlinale. Der Wettbewerbsfilm der Erfurter Regisseurin Anne Zohra Berrached (33) handelt von einem Paar, das erfährt, dass sein Kind mit dem Downsyndrom und einem Herzfehler zur Welt kommen wird.
Sowohl die Regisseurin als auch die Hauptdarstellerin sprachen dazu mit Betroffenen über das Thema Spätabtreibung. «Das ist eine der heftigsten Situationen, in die man geraten oder die einem das Leben bringen kann», sagte Jentsch der Deutschen Presse-Agentur.
Die Geschichten der Betroffenen hätten sie sehr bewegt, beim Lesen des Drehbuchs habe sie geweint, so die Schauspielerin bei der Pressekonferenz. Jentsch hofft, dass der Film zur Offenheit im Umgang mit dem brisanten Thema beiträgt.
Beeindruckt waren die Kritiker auch von Jentschs Film-Partner Bjarne Mädel (47), der sonst eher aus lustigen Rollen wie in «Mord mit Aussicht» bekannt ist. «Sie sehen mich ab jetzt viele Jahre auf der Berlinale», sagte Mädel. Er habe sich über die Rolle gefreut und überhaupt nicht gezögert, sie anzunehmen. Bei dem Film habe er tolle Frauen um sich gehabt - und versucht, nicht zu stören.     
«24 Wochen» ist der einzige deutsche Beitrag im Berlinale-Wettbewerb. Jentsch («Sophie Scholl - Die letzten Tage») lebt mit ihrer Familie in der Schweiz. Sie kann sich noch gut erinnern, wo sie von der Festivalnominierung erfahren hat: «Da war ich in der Zürcher S-Bahn und habe einmal kurz laut geschrien.»
24 Wochen
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Fotos: 24 Wochen

Julia Jentsch spielt die Hauptrolle in dem Abtreibungsdrama «24 Wochen», welches am 14. Februar 2015 bei der Berlinale Premiere feierte. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 15. Februar 2016