Berlin führt eine landesweite Beschäftigtenbefragung durch.
Das allein führt vermutlich weder zu großer Überraschung, noch zu großer Freude, denn die allermeisten von uns haben schon an der einen oder anderen Umfrage teilgenommen. Die danach messbaren Auswirkungen auf den Arbeitsalltag waren meistens eher bescheiden. Was ist diesmal anders?
Es ist die bisher einzige Umfrage, bei der alle Beschäftigten eines Bundeslandes zeitgleich befragt werden.
Wir zitieren aus dem Schreiben unseres Finanzsenators, Herrn Evers, an die Hausleitungen der Behörden:
„Wir möchten wissen, was die Beschäftigten bewegt. Die Befragung umfassen die Stimmung im eigenen Arbeitsbereich, Arbeitsbelastung, Führungsklima, Arbeitsgeberattraktivität, Aufgabenmerkmale, Vertrauen, digitale Technologien, Diversität, individuelle Energie, die Strategie der Organisation und die eigene Zufriedenheit. Die Antworten helfen uns, zielgerichtete Maßnahmen zu ergreifen, die in den laufenden Modernisierungsprozess der Personalverwaltung einfließen und damit das Land Berlin zukunftsfähiger machen.“
Wir bewegen uns in einer Zeit des Wandels. Das Personal, wir alle, werden weniger, weil der demographische Wandel zuschlägt. Umso wichtiger ist es, die Befindlichkeiten, Ängste, Ansprüche der Beschäftigten zu kennen, die den Wandel in der Arbeitswelt (mit)tragen müssen. Kurz: die Energie, die den Dienststellen innewohnt, ist zu messen.
Die Auswertung der Befragung wird auch den Beschäftigtenvertretungen zur Verfügung gestellt. Dies ermöglicht interessante Vergleiche zwischen den Bereichen des öffentlichen Dienstes des Landes Berlins.
Wir vom HPR begleiten den Prozess eng, deshalb ist die Anonymisierung gesichert. Auch wir sind gespannt auf die Ergebnisse. Bitte macht möglichst zahlreich mit und lasst euch – auch bei vorhandener Skepsis – darauf ein. Wir werden den Senator beim Wort nehmen, damit die Befragung und die Erkenntnisse daraus wirklich Impulse für die künftige Personalverwaltung setzen.