Hitzeschutz in Friedrichshain-Kreuzberg

Im Hintergrund ist die Ringbahnbrücke Oberspree zu sehen, die die Spree im Berliner Stadtteil Treptow überquert. Im Vordergrund steht der Schriftzug: ‚Die Sommer werden immer heißer … Wie kann ich mich vor Hitze schützen? Gesundheitsamt Friedrichshain-Kreuzberg, FB 2 Infektions-, Katastrophen- und umweltbezogener Gesundheitsschutz.‘“

Diese Seite befindet sich im Aufbau.

Um die gesundheitlichen und sozialen Folgen zunehmender Hitze für die Bevölkerung abzumildern, setzt das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Maßnahmen im Bereich der Klimaanpassung um. Dazu gehören unter anderem zahlreiche Entsiegelungsprojekte im öffentlichen Raum sowie der Erhalt von Baumstandorten, die einen wichtigen Beitrag zur Verschattung leisten. Ergänzend unterstützt ein vereinfachtes Antragsverfahren für Regentonnen Bürger*innen dabei, das Stadtgrün in trockenen Perioden mit gesammeltem Regenwasser zu versorgen. Die Aufstellung von Trinkbrunnen an verschiedenen Standorten trägt dazu bei, die Bevölkerung während heißer Tage mit kostenfreiem Trinkwasser zu versorgen. Die Standorte sind über eine interaktive Karte im Geodatenportal MeinXhain einsehbar.

Alle Aktivitäten bündelt das Bezirksamt im Ende 2024 verabschiedeten Klimaanpassungskonzept. Damit ist Friedrichshain-Kreuzberg der erste Berliner Bezirk mit einem Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept. Ein zentrales Ziel ist die dauerhafte Verankerung von Klimaanpassung, insbesondere der hitzesensiblen Stadtentwicklung, als Querschnittsaufgabe in allen Verwaltungsbereichen und darüber hinaus.

Besonders gefährdete Stadtgebiete lassen sich mit Hilfe des neu entwickelten Hitzebetroffenheitsindex identifizieren. Diese Karte berücksichtigt Faktoren wie den Versiegelungsgrad, das Grünvolumen sowie den Anteil vulnerabler Bevölkerungsgruppen. Die Notwendigkeit zum Handeln ist deutlich: Friedrichshain-Kreuzberg ist der am höchsten versiegelte Bezirk Berlins. 68,1 Prozent der Fläche sind hier versiegelt, also bebaut – mit Wohnhäusern, anderen Gebäuden oder Verkehrsflächen. Die Jahresmitteltemperatur ist zwischen den 1950er Jahren und den 2010er Jahren im Bezirk um 1,7 °C gestiegen. Im gleichen Zeitraum hat sich die Anzahl der heißen Tage mit einem Anstieg von 6 auf rund 17 Tage pro Jahr verdreifacht – ein weiterer Anstieg ist zu erwarten.

Diese Klimadaten sowie konkrete Aktivitäten und Handlungsbedarfe sind auch auf dem KlimaDashboard Xhain visualisiert und öffentlich aufrufbar. Damit wird Hitzeschutz nicht nur als Verwaltungsaufgabe, sondern auch als gemeinschaftliche Herausforderung für die gesamte Stadtgesellschaft begreifbar.