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Hendrikje Klein ist Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses

Hendrikje Klein (Die Linke) freut sich über die Wahl zur neuen Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses bei der ersten Plenarsitzung des neuen Berliner Abgeordnetenhauses.

Hendrikje Klein (Die Linke) freut sich über die Wahl zur neuen Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses bei der ersten Plenarsitzung des neuen Berliner Abgeordnetenhauses.

Knapp sechs Wochen nach der Wahl trat das Berliner Abgeordnetenhaus am 29. Oktober 2026 erstmals zusammen. Dabei wurde Hendrikje Klein mit großer Mehrheit in das Amt der Präsidentin gewählt.

Bei der konstituierenden Sitzung des Landesparlaments wurde die 46-jährige Hendrikje Klein mit großer Mehrheit in das Amt gewählt. Ihre Vorgängerin Cornelia Seibeld von der CDU ist nun Vizepräsidentin. Der AfD-Kandidat für den zweiten Vizeposten, Martin Trefzer, erreichte die notwendigen Stimmen nicht.

Hendrikje Klein erhielt 98 Stimmen

Knapp sechs Wochen nach der Berlin-Wahl votierten im Landesparlament in geheimer Abstimmung 98 von 149 anwesenden Abgeordneten für Klein. Es gab 42 Nein-Stimmen und 9 Enthaltungen. Klein ist damit nach Hanna-Renate Laurien (CDU/1991-1995) und Seibeld (2023-2026) die dritte Frau an der Spitze des Parlaments. Die Linke als stärkste Fraktion hatte das Vorschlagsrecht für den wichtigen Posten. Die Diplom-Verwaltungswirtin Klein gehört dem Abgeordnetenhaus seit 2016 an, sie hat also langjährige parlamentarische Erfahrung. Seit 2024 war sie Parlamentarische Geschäftsführerin der Linke-Fraktion. Zudem gehörten Personal und Verwaltung zu ihren Fachgebieten. Bei der Wahl am 20. September holte sie im Stadtbezirk Lichtenberg ein Direktmandat.

Klein will sich für Debattenkultur einsetzen

Eine Aufgabe der Parlamentspräsidentin ist es, Sitzungen des Abgeordnetenhauses zu leiten. Auch im mehrköpfigen Präsidium und im Ältestenrat hat sie den Vorsitz. Sie übt außerdem das Hausrecht und die Polizeigewalt im Parlament aus und vertritt es nach außen. Gewählt wurde Klein für die Dauer der fünfjährigen Wahlperiode. Sie hatte sich am vergangenen Dienstag in den Fraktionen vorgestellt. Bei der geheimen Wahl im Plenum erhielt sie offensichtlich nicht nur Stimmen aus dem rot-grün-roten Lager. Klein sagte, sie wolle sich für Debattenkultur im Abgeordnetenhaus einsetzen. "Ich möchte, dass wir hier in diesem Haus stets erkennen, wo die Grenze ist zwischen einem leidenschaftlichen Ringen um demokratische Mehrheiten und einer absichtlichen Beschädigung politischer Kultur und demokratischer Institutionen." Dazu gehöre auch der Respekt gegenüber den Frauen. Eine Herabwürdigung von Frauen durch Zwischenrufe in Debatten werde sie nicht dulden, so Klein.

Autor:in: dpa
Weiterführende Informationen: Abgeordnetenhaus Berlin
Veröffentlichung: 29. Oktober 2026
Letzte Aktualisierung: 30. Oktober 2026

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