Betroffen waren die U1, U3 und U4, wie die Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Petra Reetz, sagte. «Hier geht vorerst gar nichts mehr, die Züge können den Bahnhof nicht passieren», hatte sie am Nachmittag gesagt.
Ein 15 Zentimeter dickes Wasserrohr war gegen 13.30 Uhr im Obergeschoss des Bahnhofs geplatzt. «Zur Ursache können wir nichts sagen», erklärte ein Sprecher der Berliner Wasserbetriebe. Das zu klären, sei Aufgabe der BVG, in deren Bahnhof das Malheur passiert sei. «Vielleicht hat ein Bauarbeiter mit einem Hammer auf das Rohr gehauen, vielleicht ist aber auch das eisige Winterwetter schuld», sagte der Sprecher weiter. Die BVG konnte am Donnerstagabend nichts zur Ursache sagen.
Feuerwehr und Berliner Wasserbetriebe waren etwa zwei Stunden damit beschäftigt, das geplatzte Rohr zu verschließen und das ausgelaufene Wasser abzupumpen. «Den Rest erledigen die Putzkolonnen mit dem Wischlappen», sagte der Feuerwehrsprecher.
Bis zum späten Abend sei auf den Linien U1, U3 und U4 noch mit erheblichen Behinderungen zu rechnen, sagte Reetz. Die U2 war ebenfalls betroffen. Die Züge fuhren am U-Bahnhof Nollendorfplatz durch, ohne zu halten. Die Fahrgäste konnten an dem wichtigen Umsteigebahnhof nicht ein- und aussteigen.

