Unternehmerinnen 2024/2025

Visual Unternehmerinnenwettbewerb

Unternehmerischer Erfolg ist wichtig und verdient Anerkennung. Berliner Unternehmerinnen des Jahres ausgezeichnet – Preis des Landes Berlin zum 11. Mal in vier Kategorien verliehen

Die „Berliner Unternehmerinnen 2024/2025“ stehen fest. Die diesjährigen Preisträgerinnen sind Ann-Sophie Claus (The Female Company GmbH), Deniz Ficicioglu (wunderfish GmbH), Susann Hoffmann und Philippa Koenig (MANTI MANTI GmbH) sowie Mona Hornung und Julia Wadehn (NOVO Building GmbH). Sie wurden am heutigen Donnerstag, 13. November 2025 im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung ausgezeichnet. Die sechs Gründerinnen setzen in ihren Branchen neue Maßstäbe und vereinen Vision und gesellschaftliche Verantwortung: von der Female Company, die Frauen mit nachhaltigen Produkten durch alle Lebensphasen begleitet, über die wunderfish GmbH, die mit bettaf!sh die Ernährung der Zukunft neu denkt, zur MANTI MANTI GmbH, die Kinderbrillen zu coolen Designobjekten macht, und der NOVO Building GmbH, die mit intelligenter Software den Gebäudesektor klimafit aufstellt.

Mit dem Preis würdigt das Land Berlin zum elften Mal, seit 2004, engagierte Berliner Unternehmerinnen, die den Wirtschaftsraum Berlin erfolgreich mitgestalten und gleichzeitig Vorbild für Frauen auf dem Weg in die Selbständigkeit sind. Initiatorin ist die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Als Kooperationspartner sind Investitionsbank Berlin, IHK Berlin und Handwerkskammer Berlin mit dabei. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Verbunden mit der Auszeichnung sind ein Preisgeld in Höhe von jeweils 10.000 Euro und ein Videoporträt, das jede Gewinnerin erhält.

Den Preis in der Kategorie „Kleine und mittelständische Unternehmen“ (KMU) gewann Ann-Sophie Cluas (The Female Company GmbH), in der Kategorie „Kleinstunternehmen“ gewann Denizi Ficicioglu (wunderfish GmbH), Susann Hoffmann & Philippa Koenig (MANTI MANTI GmbH) wurden in der Kategorie „Newcomerin“ geehrt. Gewinnerinnen in der neuen Kategorie “Women in Tech” wurden Mona Hornung & Julia Wadehn (NOVO Building GmbH).

Ann-Sophie Claus gewann den Preis zur Berliner Unternehmerin des Jahres in der Kategorie “KMU und Großunternehmen”. The Female Company startete 2018 mit der Produktion und dem Vertrieb von Tampons auf Bio-Basis – und das im Abo-Modell. Mittlerweile umfasst das Angebot der Firma, die auf mittlerweile 31 Mitarbeitende angewachsen ist, auch wiederverwendbare Periodenunterwäsche und Schwangerschafts-, Still- und Wochenbettprodukte. Alle Materialien sind GOTS und ÖKO-TEX zertifiziert. Zu über 70 Prozent kommen Bio-Materialien wie Bio-Baumwolle zum Einsatz, welche ohne Pestizideinsatz hergestellt wird. Erklärtes Ziel der Gründerin ist es, Frauen auf dem Weg von der ersten Periode bis zur Menopause mit starken Produktinnovationen zu begleiten und sich mit aufmerksamkeitsstarken Kampagnen für Female Empowerment einzusetzen. Zum Videoporträt geht es hier entlang.

Franziska Giffey, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, würdigte Ann-Sophie Claus in ihrer Laudatio.
„Die diesjährigen Preisträgerinnen des Wettbewerbs ‚Berliner Unternehmerin des Jahres‘ zeigen eindrucksvoll, wie vielseitig, kraftvoll und zukunftsorientiert Frauen unsere Wirtschaft prägen – von Tech über Design bis hin zu nachhaltigen Alltagslösungen. Frauen wie Ann-Sophie Claus mit The Female Company stehen beispielhaft für ein neues Selbstverständnis: wirtschaftlich erfolgreich, gesellschaftlich relevant und mit klarer Haltung für Gleichberechtigung und Nachhaltigkeit. So sieht modernes Unternehmerinnentum made in Berlin aus. Das unterstützten wir in der Senatsverwaltung mit gezielten Programmen, Netzwerken und vielfältigen Förderangeboten für Gründerinnen und Unternehmerinnen“, Franziska Giffey.

In der Kategorie „Kleinstunternehmen“ hat sich Deniz Ficicioglu durchgesetzt, die 2021 die wunderfish GmbH gegründet hat und gilt als Pionierin im Bereich Food Tech. Mit ihrem Team, darunter Lebensmitteltechniker:innen, Köch:innen und Produktentwickler:innen, produziert die wunderfish GmbH seit 2021 unter dem Markennamen bettaf!sh authentischen Fischersatz aus europäischen Meeresalgen, von denen es über 10.000 essbare Arten gibt. Damit will Deniz Ficicioglu einen Beitrag gegen die Überfischung der Weltmeere und für mehr Lebensmittelsicherheit, nachhaltige Ernährung und Klimaschutz leisten. Zum Videoporträt geht es hier entlang.

Angeliki Krisilion, Mitglied des Vorstands der Investitionsbank Berlin, würdigte das wunderfish-Team. „Transformation, Impact und Nachhaltigkeit sind so gern gesprochene Begriffe. Da fragen wir uns gelegentlich, was genau sich dahinter verbirgt. Die diesjährige Preisträgerin in der Kategorie ‚Kleinstunternehmen‘ Deniz Ficicioglu, Gründerin von Wunderfish, füllt diese Begriffe mit Leben. Denn wenn aus Algen Fisch(ersatz) wird, hilft das allen. Es entlastet das Meer, bindet CO2 und versorgt uns mit Proteinen. Wunderfish ist eine Alleskönnerin und Deniz Ficicioglu eine begeisternde Berliner Unternehmerin“, erzählte Angeliki Krisilion.

Die ersten Plätze in der Kategorie „Newcomerinnen“ wurden an Susann Hoffmann und Philippa Koenig mit MANTI MANTI GmbH verliehen. Ein Wortspiel in Anlehnung an den farbenfrohen und mit perfekten Augen ausgestatteten Mantis Shrimp. Susann Hoffmann und Philippa Koenig sind seit 2022 in der Augenoptik und im E-Commerce tätig. Ihr Angebot: leichte, flexible und fast „unkaputtbare“ Kinderbrillen mit kindgerechten Funktionen. Diese werden in Deutschland im 3D-Druckverfahren aus 100 Prozent biosbasiertem PA11 (ein Polymer aus Rizinusöl) hergestellt. Alle Modelle gibt es in drei Größen und elf Farben. Mit Manti Manti wollen die beiden Gründerinnen Kinderbrillen als oft stigmatisierte Medizinprodukte aus der Tabuzone holen und diese zu einem attraktiven, stylischen Accessoire machen. Zum Videoporträt geht es hier entlang.

Nicole Korset-Ristic, Vizepräsidentin der IHK Berlin, zeichnete das Gründer-Duo aus. „Susann Hoffmann und Philippa König zeigen, was Berlin als Innovationsstandort ausmacht: den Mut, Bestehendes neu zu denken, und die Haltung, Verantwortung mit Kreativität zu verbinden. Mit MANTI MANTI haben sie Kinderbrillen neu definiert – als stylishes, nachhaltiges Lifestyle-Produkt, das Kindern Selbstbewusstsein schenkt und Familien entlastet. Sie verbinden Design mit Haltung und Innovation mit Sinn. So entsteht Zukunft – greifbar, verantwortungsvoll und inspirierend“, so Korset-Ristic.

Preisträgerinnen der neuen Kategorie “Women in Tech” wurden Mona Hornung und Julia Wadehn, Gründerinnen und Geschäftsführerinnen der NOVO Building GmbH. NOVO Building wurde im Jahr 2022 gegründet. Das Unternehmen ist im Immobilienbereich tätig und entwickelt Software-Lösungen zur energetischen Optimierung von Gebäuden. Damit werden beispielsweise Eigentümer:innen oder Projektentwickler:innen in Sachen Energieeffizienz unterstützt. Anhand eines digitalisierten Gebäudezwillings wird präzise der Energiebedarf modelliert und analysiert. Dabei werden Verbesserungspotenziale zur Reduktion von CO2-Emissionen sichtbar und datenbasierte individuelle Sanierungsfahrpläne geliefert. Zum Videoporträt geht es hier entlang.

Dr. Tanja Emmerling, Partnerin bei der High-Tech Gründerfonds GmbH, ehrte die beiden Preisträgerinnen. .„Die Auszeichnung von Mona Hornung und Julia Wadehn zeigt, welches Potenzial entsteht, wenn Frauen Tech-Branchen wie Proptech prägen. Mit NOVO Building machen sie sichtbar, wie Tech, Immobilien und Klimaschutz zusammengehen – und was möglich ist, wenn Frauen trotz Care-Arbeit, Risikoklischees und Finanzierungshürden gründen und ihre Perspektive bewusst als Stärke einsetzen. Die Kategorie ‚Women in Tech‘ ist kein Sonderapplaus, sondern ein sichtbarer Zwischenschritt hin zu einer normaleren Realität“, berichtete Dr.Tanja Emmerling.

Impressionen von der Preisverleihung

  • Preisverleihung Berliner Unternehmerinnen 2024/2025
  • Preisverleihung Berliner Unternehmerinnen 2024/2025
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Zum Wettbewerb:

Der Preis wurde in vier Kategorien vergeben, und zwar an Entscheiderinnen von:

  • Kleinstunternehmen (1 bis 9 Mitarbeitende), die mind. 5 Jahre am Markt sind,
  • KMU und Großunternehmen (ab 10 Mitarbeitende), die mind. 5 Jahre am Markt sind, sowie
  • Unternehmen, die am Stichtag 31. August 2023 noch nicht länger als 5 Jahre am Markt agieren („Newcomerinnen“).
  • Women in Tech, Unternehmen, die im technologischen Bereich tätig sind

Es waren neben Einzelinhaberinnen und/oder geschäftsführenden Gesellschafterinnen auch Teams zugelassen. Voraussetzung war, dass bei mehreren Teilhaber:innen über 50 Prozent der Firmenanteile in Frauenhand liegen. Sind Risikokapitalgeber:innen am Unternehmen beteiligt, musste nachgewiesen werden, dass diese keinen Einfluss auf die Unternehmensführung ausüben. Auch Dritte konnten Vorschläge für Preisträgerinnen einreichen.

Die Jurorinnen (in alphabetischer Reihenfolge) und ihre Bewertungskriterien:

  • Anna Borodenko, IHK Berlin
  • Begoñia de la Marta, Frauenalia
  • Christiane Hauschildt, Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) e.V., Landesverband Berlin
  • Ines Hecker, Goldrausch e. V.
  • Dr. Anna Hochreuter, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
  • Prof. Dr. Heike M. Hölzner, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW)
  • Najda Ivazovic, Gründerinnenzentrale in der Weiberwirtschaft eG
  • Katharina Jäger, Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.
  • Nadine Jüdes, Berlin Partner
  • Dr. Annika von Mutius, Bundesverband der Unternehmen der Künstlichen Intelligenz in Deutschland e.V.
  • Gönül Nar, Gesellschaft für Urbane Wirtschaft, Beschäftigung und Integration (GUWBI) e. V.
  • Shahla Payam, Initiative Selbständiger Immigrantinnen (ISI) e.V.
  • Petra Springer-Bautz, IBB Berlin
  • Alexandrea Swanson, Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI), #SheTransformsIT
  • Kerstin Wiktor, Handwerkskammer Berlin (HWK)

Die Kriterien bei der Gewichtung der Bewerbungen waren:

  • wirtschaftlicher Erfolg
  • Innovation
  • Zukunftspotenzial und Nachhaltigkeit
  • Teamführung sowie
  • gesellschaftliches Engagement

Alle Informationen zu den früheren Preisträgerinnen seit 2004 finden Sie hier

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe

Ansprechpartnerinnen

Martina Marijnissen und Nadine Rudwinsky