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Der eingebildete Kranke

Mit Der eingebildete Kranke bringt die Sommertournee 2026 eines der bekanntesten Werke Jean-Baptiste Molières auf die Bühne. Die Komödie, die vor rund 350 Jahren entstand, setzt sich auf zeitübergreifende Weise mit menschlichen Verhaltensmustern, gesellschaftlichen Rollenbildern und dem Verhältnis von Vernunft, Angst und Autorität auseinander. Damit steht sie in einem bewussten Kontrast und zugleich in Ergänzung zum Motto ALTSTADT VON MORGEN.

Im Mittelpunkt der Handlung steht der Hypochonder Argan, der fest davon überzeugt ist, schwer krank zu sein. Um sich zu vergewissern, konsultiert er zahlreiche Ärzte, die seine eingebildeten Leiden bestätigen und davon profitieren. Argan folgt ihren Anweisungen bereitwillig und unterzieht sich einer Vielzahl unnötiger Behandlungen, die mit hohen Kosten verbunden sind. Molière entwirft daraus eine Komödie, die medizinische Praxis, Standesdünkel und menschliche Selbsttäuschung gleichermaßen beleuchtet.

Der eingebildete Kranke ist nicht nur eines der meistgespielten Stücke Molières, sondern auch sein letztes Werk. Bei der vierten Aufführung im Jahr 1673 spielte der Autor selbst die Titelrolle. Während dieser Vorstellung erlitt er einen Blutsturz und verstarb wenige Stunden später.

Jean-Baptiste Poquelin (1622–1673), bekannt unter dem Namen Molière, gilt als einer der bedeutendsten französischen Dramatiker und Theatermacher. Er prägte die Komödie als eigenständige und ernstzunehmende Theaterform und verstand das Theater als Ort gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Seine Arbeit wurde unter anderem von der italienischen Commedia dell’Arte beeinflusst und war stark auf eine unmittelbare Wirkung beim Publikum ausgerichtet.

Die hier verwendete deutsche Fassung stammt von Ludwig Fulda (1862–1939), einem Schriftsteller, Übersetzer und Theaterförderer, der das deutsche Theaterleben um 1900 maßgeblich mitgestaltete. Fulda war unter anderem Mitbegründer und Präsident der »Freien Bühne« in Berlin und setzte sich für zeitgenössische Dramatik ein. Sein Leben und Wirken wurden durch die nationalsozialistische Verfolgung jäh beendet.

Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

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Sommertheater mit theater89

Der eingebildete Kranke

Mit Der eingebildete Kranke bringt die Sommertournee 2026 eines der bekanntesten Werke Jean-Baptiste Molières auf die Bühne. Die Komödie, die vor rund 350 Jahren entstand, setzt sich auf zeitübergreifende Weise mit menschlichen Verhaltensmustern, gesellschaftlichen Rollenbildern und dem Verhältnis von Vernunft, Angst und Autorität auseinander. Damit steht sie in einem bewussten Kontrast und zugleich in Ergänzung zum Motto ALTSTADT VON MORGEN.

Im Mittelpunkt der Handlung steht der Hypochonder Argan, der fest davon überzeugt ist, schwer krank zu sein. Um sich zu vergewissern, konsultiert er zahlreiche Ärzte, die seine eingebildeten Leiden bestätigen und davon profitieren. Argan folgt ihren Anweisungen bereitwillig und unterzieht sich einer Vielzahl unnötiger Behandlungen, die mit hohen Kosten verbunden sind. Molière entwirft daraus eine Komödie, die medizinische Praxis, Standesdünkel und menschliche Selbsttäuschung gleichermaßen beleuchtet.

Der eingebildete Kranke ist nicht nur eines der meistgespielten Stücke Molières, sondern auch sein letztes Werk. Bei der vierten Aufführung im Jahr 1673 spielte der Autor selbst die Titelrolle. Während dieser Vorstellung erlitt er einen Blutsturz und verstarb wenige Stunden später.

Jean-Baptiste Poquelin (1622–1673), bekannt unter dem Namen Molière, gilt als einer der bedeutendsten französischen Dramatiker und Theatermacher. Er prägte die Komödie als eigenständige und ernstzunehmende Theaterform und verstand das Theater als Ort gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Seine Arbeit wurde unter anderem von der italienischen Commedia dell’Arte beeinflusst und war stark auf eine unmittelbare Wirkung beim Publikum ausgerichtet.

Die hier verwendete deutsche Fassung stammt von Ludwig Fulda (1862–1939), einem Schriftsteller, Übersetzer und Theaterförderer, der das deutsche Theaterleben um 1900 maßgeblich mitgestaltete. Fulda war unter anderem Mitbegründer und Präsident der »Freien Bühne« in Berlin und setzte sich für zeitgenössische Dramatik ein. Sein Leben und Wirken wurden durch die nationalsozialistische Verfolgung jäh beendet.

Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Zusätzliche Informationen: Einlass: 18 Uhr

Hinweise zu Ermäßigungen: Kinder bis 14 Jahren und Studenten kostenfrei

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Ort:
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Adresse:
Eichborndamm 215, 13437 Berlin-Reinickendorf
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