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Schwerer Stoff: Frauen – Trachten – Lebensgeschichten

Die Ausstellung schlägt Brücken zwischen Tradition und Moderne, Ideologie und Realität, einstigem und heutigem textilen Upcycling.

  • Alltagskleidung der Bauerntochter Elisabeth Märcz, aus Blaudruckstoffen von ihrer Mutter genäht, Murga / Murgau (Ungarn) um 1942.

    Alltagskleidung der Bauerntochter Elisabeth Märcz, aus Blaudruckstoffen von ihrer Mutter genäht, Murga / Murgau (Ungarn) um 1942.

  • Detail der Sonntagskleidung der Bauerntochter Elisabeth Weiss, getragen in Kéty / Giek (Schwäbische Türkei, Ungarn) 1942.

    Detail der Sonntagskleidung der Bauerntochter Elisabeth Weiss, getragen in Kéty / Giek (Schwäbische Türkei, Ungarn) 1942.

  • Stoffreste, übriggeblieben beim Umnähen der mitgebrachten, in Deutschland zu auffälligen Röcke.

    Stoffreste, übriggeblieben beim Umnähen der mitgebrachten, in Deutschland zu auffälligen Röcke.

  • Festtagstracht der Bauerntochter Katharina Ackermann, Kljajićevo / Kernei / Kerény (Jugoslawien, heute Serbien) um 1933.

    Festtagstracht der Bauerntochter Katharina Ackermann, Kljajićevo / Kernei / Kerény (Jugoslawien, heute Serbien) um 1933.

  • Kirchweih-Umzug junger Paare in Neudorf (Banat, Rumänien), 1976.

    Kirchweih-Umzug junger Paare in Neudorf (Banat, Rumänien), 1976.

  • Mädchen-Festkleidung mit „Bauern-Brokat““ von Katharina Just in Kéty / Giek (Ungarn) um 1943.

    Mädchen-Festkleidung mit „Bauern-Brokat““ von Katharina Just in Kéty / Giek (Ungarn) um 1943.

Poppige Farben auf goldenem Grund neben tiefschwarzer Brautkleidung: Donauschwäbische Trachten geben überraschende Einblicke in die einstigen Lebenswelten von Frauen und Mädchen. Diese Welt war eng, weil von dörflichen und kirchlichen Regeln bestimmt, aber auch weit, weil sie die Vielfalt einer multikulturellen Gesellschaft bot.

Die Ausstellung schlägt Brücken zwischen Tradition und Moderne, Ideologie und Realität, einstigem und heutigem textilen Upcycling. Sie gibt Einblicke in das Leben von Donauschwäb*innen, die sich als Nachkommen deutschsprachiger Ausgewanderter vom späten 17. bis zum 19. Jahrhundert im Königreich Ungarn niederließen. Dort lebten sie als eine ethnische Gruppe unter vielen.

20 Kleiderensembles, zahlreiche Fotografien, Zeichnungen von Erna Piffl und weitere Objekte machen deutlich: Persönliche Erinnerungen sind in Textilien eingewebt, Lebensgeschichten untrennbar mit ihnen verbunden. Sie laden die Besucher*innen ein, in europäische Geschichte(n) über Ankommen, Existenz, Abgrenzung und Integration, Ver- und Entwurzelung einzutauchen.

Laufzeit: Fr, 24.04.2026 bis Mo, 29.03.2027

Preis: 10,00 €

Ermäßigter Preis: 5,00 €

Informationen zum ermäßigten Preis: Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhalten freien Eintritt.

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