Inklusion braucht Gute Arbeit

Pressemitteilung vom 16.12.2019

Heute hat die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, zusammen mit der Sprecherin und dem stellvertretenden Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen Berlin eine Gemeinsame Erklärung „Gute Arbeit in Inklusionsbetrieben“ unterschrieben.

Ziel der gemeinsamen Erklärung ist es, die Tarifbindung in Inklusionsbetrieben zu erhöhen, weitere Maßnahmen zur Stärkung eines inklusiven Betriebsklimas zu fördern, transparente Unternehmensstrukturen und eine wertschätzende Führung als Stärken der Inklusionsbetriebe weiter zu entwickeln. Damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich ist, werden Teilzeitbeschäftigungen angeboten. Beide Seiten stimmen darüber überein, dass in der Regel unbefristete Arbeitsverhältnisse abgeschlossen werden. Die Ausbildung behinderter und benachteiligter Jugendlicher sowie die Qualifizierung der Beschäftigten gehören zu den inklusiven Zielen genauso, wie die Stärkung der Erhaltung der Arbeitsfähigkeit und Gesundheit der Beschäftigten. Im Rahmen der gemeinsamen Erklärung unterstreichen die Inklusionsbetriebe ihre Bereitschaft, zusammen mit den Werkstätten für behinderte Menschen, Beschäftigungsmöglichkeiten im Rahmen des Budgets für Arbeit verstärkt in Inklusionsbetrieben anzubieten.

Senatorin Elke Breitenbach: „Gute Arbeit und Inklusion gehören untrennbar zusammen. Ich freue mich, dass Berlin mit der Gemeinsamen Erklärung hier richtungsweisend ist. Mit der Verbesserung der Rahmenbedingungen löst der Senat außerdem sein Versprechen ein, Inklusionsbetriebe nachhaltig zu stärken.“

Die Inklusionsbetriebe werden ab 2020 noch stärker vom Land Berlin unterstützt. Das Integrationsamt im Landesamt für Gesundheit und Soziales möchte durch verbesserte Leistungen die Rahmenbedingungen für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in Inklusionsbetrieben deutlich verbessern. So werden u.a. die Pauschale zum Ausgleich der außergewöhnlichen Belastungen für die Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen zukünftig auf der Grundlage des Arbeitgeberbruttos berechnet (bisher Arbeitnehmerbrutto).

Der besondere Aufwand, der den Inklusionsbetriebe u.a. durch die arbeitsbegleitende Unterstützung des beschäftigten schwerbehinderten Menschen entsteht, wird von 205 €/pro Vollzeitstelle auf 250 € pro/beschäftigten schwerbehinderten Menschen angehoben. Ein weiteres Ziel ist es aber, mehr Plätze in Inklusionsbetrieben zu schaffen. Um das zu erreichen, wird die Förderung für Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie Modernisierungsmaßnahmen in Inklusionsbetrieben auf maximal 50.000 € (bisher 25.000 €) pro Arbeitsplatz angehoben. Der dazugehörige Eigenanteil der Inklusionsbetriebe wird von 20 % auf 10 % abgesenkt. Außerdem gibt es eine Reihe von Verfahrensvereinfachungen bei der Beantragung und Bewilligung der Leistungen.

In Berlin gibt es 38 Inklusionsbetriebe mit 1.506 Beschäftigten, davon 687schwerbehinderte Menschen (Stand 31.12.2018).