Arbeitssenatorin Breitenbach: Gute Aussichten für den Arbeitsmarkt – mehr Chancen für Gute Arbeit nutzen

Pressemitteilung vom 30.09.2019

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Die Arbeitslosigkeit ist auch im vergangenen Monat leicht zurückgegangen. Voraussichtlich wird sich die positive Beschäftigungsentwicklung auch im Jahr 2020 fortsetzen. Aktuell prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung für Berlin ein Beschäftigungswachstum von 1,9 % für das kommende Jahr. Auch die Zahl der Arbeitslosen in Berlin könnte dann um 0,5 % sinken.

Den Blick nur darauf zu lenken reicht jedoch nicht. Gleichzeitig hat nämlich die soeben stattgefundene Europäische Konferenz „Von Erwerbsarmut in Gute Arbeit – Europäisch denken. Solidarisch handeln.“ der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales gezeigt, wie gravierend das Problem der Erwerbsarmut auch in Berlin ist. Im Jahr 2018 waren 171.000 Erwerbstätige in der Hauptstadt armutsgefährdet.

Dazu erklärt Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales:

„Umso wichtiger ist es, weiterhin intensiv und nachhaltig für Gute Arbeit in den Unternehmen und Betrieben zu sorgen. Sehr viele Menschen können vom Lohn ihrer Arbeit nicht leben: Sie sind gezwungen, mehreren Jobs nachzugehen, oder sie sind auf zusätzliche Transferleistungen angewiesen. Das ist und bleibt nicht akzeptabel.

Armut und Armutsgefährdung sind eine schwere Hypothek für die Zukunft, insbesondere für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Deshalb muss der Bund dafür sorgen, dass Gute Arbeit auch überall möglich ist, zum Beispiel durch den Abbau prekärer Beschäftigung und durch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns.“

Im September 2019 waren in Berlin insgesamt 152.366 Arbeitslose gemeldet. Das waren 3.882 weniger als im Vormonat und 189 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,8 Prozent. Sie ist gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gesunken und liegt um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Hinzu kommen noch all diejenigen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind.