Jörg Passoth für sein ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe mit Bundesverdienstorden geehrt

Pressemitteilung vom 29.11.2018

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Für seine jahrzehntelangen und herausragenden ehrenamtlichen Aktivitäten im sozialen und karitativen Bereich, insbesondere der Flüchtlingshilfe, wird Jörg Passoth morgen mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

Senatorin Elke Breitenbach: „Es ist beeindruckend, über welch langen Zeitraum und mit welcher Intensität Jörg Passoth sich ehrenamtlich über viele Jahre engagierte und dies bis heute fortführt. In Zeiten, in denen Hetze gegen Flüchtlinge salonfähig geworden ist, möchte ich ihm besonders für seinen unermüdlichen Einsatz in der Flüchtlingshilfe danken. Er und zahlreiche andere Unterstützerinnen und Unterstützer vermitteln eindrucksvoll, dass die Willkommenskultur in unserem Land von vielen Schultern getragen wird und Menschen mit Kriegs- und Gewalterfahrung vielfältige Hilfen zuteilwerden.“

Seit Jahrzehnten engagiert sich der Katechet und Sozialpädagoge für abschiebebedrohte Flüchtlinge. Er ist Mitbegründer des Vereins „Asyl in der Kirche“, hat zahlreiche Kirchenasyle mitorganisiert und Menschen geholfen, die akut von Abschiebung bedroht waren.

Zudem ist Jörg Passoth seit 15 Jahren im Vorstand von Xenion, einer weit anerkannten psychotherapeutischen Beratungsstelle für traumatisierte Flüchtlinge. Er und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Xenion haben in ihrer Arbeit über viele Jahre Wissen und Erfahrungen dazu sammeln können, wie Hilfsangebote individuell gestaltet und dann langfristig umgesetzt werden können. Das kam und kommt gerade Folteropfern und anderen traumatisierten Flüchtlingen zugute.

Jörg Passoth erhält die hohe Auszeichnung am Freitag, dem 30.11.2018, um 14 Uhr aus den Händen von Sozialsenatorin Elke Breitenbach in deren Amtszimmer in der Oranienstraße 106. Die Übergabe erfolgt im Auftrag des Bundespräsidenten.

Die Ordensübergabe ist presseöffentlich. Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen.