Arbeitssenatorin Breitenbach: Gut ausgebildete Fachkräfte brauchen auch Gute Arbeit

Pressemitteilung vom 03.01.2018

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen erklärt die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach: „Trotz weiter wachsender sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung gilt es mehr denn je, die Qualität der Beschäftigung nicht außer Acht zu lassen. Immerhin liegt der Anteil atypischer Beschäftigungsverhältnisse in Berlin bei rund 38 Prozent. Das ist entschieden zu viel, und es stellt sich die Frage, wie viele Beschäftigte ihre Existenz nicht von ihrer Erwerbsarbeit allein sichern können.

Das Normalarbeitsverhältnis muss wieder zur Regel werden und Gute Arbeit zum Maßstab von Beschäftigungsentwicklung. Gute Arbeit, das heißt insbesondere unbefristete Beschäftigung, faire und gesunde Arbeitsbedingungen sowie vor allem angemessene tarifliche Löhne. Bei Berliner Betrieben muss dringend ein Umdenken einsetzen, sonst sind gut ausgebildete Fachkräfte weiterhin nicht nur händeringend gefragt, sondern einfach weg.“

Im Dezember 2017 waren in Berlin insgesamt 159.572 Arbeitslose gemeldet. Das waren 760 weniger als im Vormonat und 13.032 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,4 Prozent. Sie lag damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem des Vormonats und um 0,8 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.

Hinzu kommen noch all diejenigen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind.