Innovationsstandort Berlin entwickelt sich weiter überdurchschnittlich

Pressemitteilung vom 02.06.2016

12,2 Milliarden Euro Umsatz erwirtschafteten die Berliner Unternehmen 2014 mit Innovationen. Das waren 16,3% des gesamten Umsatzes. Damit lag der Anteil erstmals deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 15,5 Prozent. Sieht man sich einzelne Branchen an, werden die Unterschiede noch deutlicher: In der Berliner Elektroindustrie beispielsweise wurde jeder zweite Euro mit Innovationen verdient, deutschlandweit war es jeder Dritte.

Die Zahlen sind der Innovationserhebung Berlin 2015 entnommen, die der Vorstandsvorsitzende der Technologiestiftung Berlin, Nicolas Zimmer, heute gemeinsam mit der Berliner Wirtschaftssenatorin, Cornelia Yzer, vorstellte.

„Wenn es um die Innovationskraft geht, hängt Berlin die bundesdeutsche Wirtschaft ab. Während im Bundesdurchschnitt die Umsätze mit Produktneuheiten sinken, steigern Berliner Unternehmen ihren Umsatz mit Innovationen noch um 2,5 Prozent. Mittelständler sind sogar fast doppelt so stark wie der Bundesdurchschnitt in ihren Innovationsaktivitäten. Um sie dabei zu unterstützen, stellt die Senatsverwaltung für Wirtschaft mit der Mittelstandsoffensive 4.0 insgesamt 200 Millionen Euro bereit. Die Innovationserhebung macht deutlich, dass wir damit konkret die Bedarfe der Unternehmen treffen“, so Cornelia Yzer, Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung.

Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung Berlin: „Zu den Erfolgsfaktoren des Berliner Innovationsgeschehens gehört die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft, die in den zurückliegenden Jahren zu Recht gefördert wurde. An rund einem Drittel der Kooperationen, die die Industrie für Innovationsvorhaben eingeht, ist eine Hochschule oder ein staatliches Forschungsinstitut beteiligt. Zum Vergleich: Bundesweit beträgt der Anteil 25 Prozent.“

Insgesamt investierten die Unternehmen rund 3,1 Milliarden Euro in Innovationen. Das sind 4,1 Prozent ihres Umsatzes. Spitzenreiter unter den Berliner Innovatoren ist die Elektroindustrie einschließlich Messtechnik, Medizintechnik und Optik: 77 Prozent der Unternehmen arbeiteten an Innovationen, 72 Prozent führten ein neues Produkt ein. Auch in der Softwarebranche mit einer Innovatorenquote von 68 Prozent, im Bereich Forschung und Entwicklung (66 Prozent), im Bereich Energie/Wasser/Entsorgung (52 Prozent) und bei Nahrung/Getränke/Tabak liegen die Berliner Unternehmen bundesweit vorne.

Die Innovationserhebung Berlin 2015 basiert auf einer regelmäßigen, international standardisierten Erhebung des Zentrums für Europäische Wirtschaft (ZEW) aus dem Sommer 2015, deren Berliner Stichprobengröße im Auftrag der Technologiestiftung Berlin aufgestockt wurde. Die größere Stichprobe ermöglicht differenzierte Aussagen zu einzelnen Branchen. Die Technologiestiftung, die sich für offene Daten einsetzt, stellt die Daten erstmalig zur weiteren Verwendung auf ihrer Webseite zur Verfügung.

Die „Innovationserhebung Berlin 2015. Innovationsverhalten der Berliner Wirtschaft“ steht als Download zur Verfügung unter: www.technologiestiftung-berlin.de/innovationserhebung2015..

Kontakt:
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E-Mail: pressestelle@senwtf.berlin.de

Technologiestiftung Berlin
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Tel. (030) 46 30 25 04
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