Taube Juden in der Zeit des Nationalsozialismus - Übergabe einer Informationstafel an die Öffentlichkeit

Pressemitteilung vom 21.11.2013

Kulturstaatssekretär André Schmitz wird am 25. November 2013 der Öffentlichkeit im Rahmen des Themenjahres „Zerstörte Vielfalt“ eine Informationstafel der Berliner Geschichtsmeile zum Schicksal tauber Juden in der Zeit des Nationalsozialismus übergeben. Erstmalig in Berlin wird diese Tafel ihre Informationen auch in deutscher und internationaler Gebärdensprache übermitteln. Die Tafel geht auf einen Initiative des Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Gehörloser jüdischer Abstammung in Deutschland, Mark Zaurov, zurück.

Die Veranstaltung findet statt

am Montag, den 25. November 2013
um 11 Uhr 30
Rosenstraße, Durchgang zur Karl-Liebknecht-Straße, 10178 Berlin-Mitte

In der Rosenstraße 2-4 befand sich der Sitz des »Vereins zur Förderung der Interessen der israelitischen Taubstummen Deutschlands«. Der 1896 gegründete Zusammenschluss wurde 1936/37 durch die Nationalsozialisten aufgelöst. Sie setzten der internationalen, multikulturellen und vielsprachigen Gemeinschaft tauber Juden gewaltsam ein Ende. Viele gehörlose Juden wurden in Konzentrationslager deportiert und ermordet. Nur wenige überstanden die nationalsozialistische Verfolgung.