Vorstellung Pilotprojekt „Day by Day“: Arbeit statt Strafe erstmals auch innerhalb des Vollzugs möglich

Pressemitteilung vom 10.04.2015

Ersatzfreiheitsstrafer haben in Berlin erstmals die Möglichkeit, die Haftdauer auch durch Arbeit innerhalb des Justizvollzugs zu verkürzen. Bislang war das nur außerhalb im Rahmen von „Arbeit statt Strafe“ möglich (z.B. durch Renovierung von Schulen). Ersatzfreiheitsstrafer sind Inhaftierte, die zu einer Geldstrafe verurteilt wurden, diese aber nicht bezahlen können und deshalb ersatzweise eine Haftstrafe verbüßen. In Berlin sind das derzeit 325 Männer und 25 Frauen (insgesamt rund 2.700 Personen/Jahr).
Ziel des jetzt gestarteten Pilotprojektes „Day by Day“ ist es, auf diese Weise auch die Haftdauer derjenigen Ersatzfreiheitsstrafer abzukürzen, die aus verschiedenen Gründen an den „Arbeit-statt-Strafe“- Programmen nicht teilnehmen.
Justizsenator Thomas Heilmann stellt das Projekt am kommenden Mittwoch, 15. April, vor Ort in der JVA Plötzensee vor.
Im Anschluss besteht die Gelegenheit, einige der Arbeitsstätten zu besichtigen sowie Interviews mit Mitarbeitern und Inhaftierten zu führen.

Zu diesem Termin möchten wir Sie herzlich einladen.

Vorstellung Pilotprojekt „Day by Day“
Wann: Mittwoch, 15. April 2015, 11.30 – 12.30 Uhr
Wo: JVA Plötzensee, Pforte I, Friedrich-Olbricht-Damm 16, 13627 Berlin

Da der Termin auf JVA-Gelände stattfindet, bitten wir Sie, sich bis spätestens Dienstag, 14. April, 16.00 Uhr unter: pressestelle@senjust.berlin.de anzumelden.

Vielen Dank und herzliche Grüße,
Claudia Engfeld