Nachhaltiges Denken beginnt in der Schule: Internationales Nachhaltigkeitssiegel für 24 Berliner Schulen

Pressemitteilung vom 19.07.2016

Bereits zum 13. Mal vergibt die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft in Kooperation mit der Gasag und – in diesem Jahr neu – mit der BSR und Sealife & Aquadom Berlin das internationale Prädikat „Umweltschule in Europa, Internationale Agenda 21-Schule“. In diesem Jahr werden so viele Schulen ausgezeichnet wie noch nie zuvor. Acht Schulen mehr als im letzten Jahr, nun 24 Berliner Schulen, erhalten die Auszeichnung. Mit dem Prädikat werden das besondere Engagement der Schulen zur Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie ihr Einsatz in sozialen und ökologischen Themenbereichen ausgezeichnet.

Die Kriterien der Ausschreibung waren nicht einfach: Jede Schule musste insgesamt zwei Leitprojekte vorstellen. Ein Projekt musste sich mit einem vorgegebenen Thema beschäftigen. Auf große Resonanz stieß in diesem Jahr das Thema „Plastikmüll“. Das zweite Projekt konnte frei gewählt werden. Zudem mussten die Schulen nachweisen, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung über die Projekte hinaus im Schulleben etabliert ist. Eine zehnköpfige Expertenjury bewertete die eingereichten Projektdokumentationen oder die Präsentationen. Alle 24 Schulen sind auf einem guten Weg, Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule so zu leben, wie es z.B. im Weltaktionsprogramm gefordert wird. Die Projekte sind so vielfältig wie kreativ. Sie decken verschiedenste Felder wie z.B. Klimaschutz, Plastikmüll in Gewässern, Ressourcenschutz, Mobilität und Biodiversität ab. Die ausgezeichneten Schulen und Beispiel für eingereichte Leitprojekte finden Sie auf der folgenden Seite.

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, hebt das Engagement der Umweltschulen hervor: „Alle 24 Schulen haben gezeigt, dass ihnen die Umsetzung der Ziele der Bildung für nachhaltige Entwicklung in ihrem Schulleben wichtig ist. Erfreulich ist, dass sich immer mehr Schulen an den fachübergreifenden Themen des neuen Rahmenlehrplans orientieren. Die Umweltschulen zeigen, wie das Thema ,Nachhaltige Entwicklung/Lernen in globalen Zusammenhängen‘ im Unterricht umgesetzt und verankert wird.“

„Engagement für den Klimaschutz sollte so früh wie möglich beginnen. Daher unterstützen wir seit Jahren sehr gerne Schülerinnen und Schüler, die sich eigenständig in ihrem privaten und schulischen Umfeld mit Klima- und Umweltschutz auseinanderzusetzen. Für uns ist es eine Inspiration zu sehen, welchen Blick die jungen Berlinerinnen und Berliner auf den Klimawandel haben, wie sie sich dem Thema kreativ widmen und klassenübergreifend an die Fragen heran gehen. Mit ihren Ideen geben sie auch Beispiele für andere Schulen“, begründet Vera Gäde-Butzlaff, Vorstandsvorsitzende der GASAG, die Unterstützung.

Claudia Frohn, verantwortlich für Umweltbildung bei der Berliner Stadtreinigung (BSR): „Das Prädikat ‚Umweltschule‘ steht für gelebte Nachhaltigkeit im schulischen Bereich und auch darüber hinaus. Die Schülerinnen und Schüler erwerben ökologisches Wissen und setzen das Erlernte zielorientiert in die Praxis um, zum Beispiel beim Thema Mülltrennung. Als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen ist uns die praktische Umweltbildung sehr wichtig. Deshalb unterstützen wir gerne das Konzept ‚Umweltschule in Europa – Internationale Agenda 21-Schule‘ und gratulieren den 24 Berliner ‚Umweltschulen‘ ganz herzlich zu dieser Auszeichnung.“

Zusätzlich zur Prädikatsverleihung würdigte die Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin auch drei ausgewählte Kooperationspartner der Gewinnerschulen für ihre Unterstützung. Die Institutionen erhalten eine finanzielle Anerkennung. Katrin Fleischer, stellv. Vor-standsvorsitzende der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin: „Wir freuen uns, dass wir bereits seit vier Jahren jeweils drei Kooperationspartner der Umweltschulen mit einem Ehrenpreis der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin auszeichnen können. Sie werden ausgezeichnet, weil sie besonders erfolgreich mit der Schule im Bereich Umwelt und Ökologie über den Unterricht hinaus zusammengearbeitet haben. Mit dem Preisgeld von insgesamt 1.500 Euro möchten wir die Fortsetzung ihrer erfolgreichen Kooperation unterstützen.“

Die 24 Berliner „Umweltschulen in Europa, Internationale Agenda-21 Schulen“ 2016

Alt-Lankwitzer-Grundschule (Neu)
ASIG Berufs- und Fachschulen (Neu)
Bernhard-Grzimek-Schule (7, siebte Auszeichnung)
Brillat-Savarin-Schule, OSZ (6)
Carl-von-Ossietzky-Gymnasium (4)
Dathe-Gymnasium (7)
Emmy-Noether-Gymnasium (6)
Freie Naturschule im StadtGut (Neu)
Goethe-Oberschule (12)
Grundschule am Falkplatz (9)
Grundschule im Beerwinkel (9)
Hagenbeck-Schule (Neu)
Heinrich-Mann-Oberschule (6)
Heinrich-Zille-Schule (Neu)
John-Lennon-Gymnasium (13)
Kreativitäts-GS Karlshorst (2)
Litfaß-Schule, OSZ (5)
Marcel-Breuer-Schule, OSZ (12)
Max-Taut-Schule (OSZ) (12)
Mierendorff- Grundschule (Neu)
Mühlenau-Grundschule (12)
Peter-Lenné-Schule, OSZ (5)
Ruth-Cohn-Schule, OSZ (Neu)
Schule an der Jungfernheide (Neu)

Umweltschule in Europa – Internationale Agenda 21-Schule ist eine Ausschreibung der internationalen Umweltbildungsorganisation Foundation for Environmental Education (FEE), in Deutschland vertreten durch die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU). Gegenwärtig beteiligen sich weltweit über 48.000 Schulen in mehr als 58 Staaten. In Deutschland sind es im Schuljahr 2015/ 2016 mehr als 900 Schulen aus acht Bundesländern.