Der Runde Tisch gegen Lebensmittelverschwendung in Berlin hat in konstruktiven Gesprächen ein erstes Maßnahmenpaket beschlossen, um die
Verschwendung von genießbaren Lebensmitteln noch weiter einzudämmen. Übereinstimmend verfolgen wir in Berlin gemeinsam das Ziel, bis 2030 die Lebensmittelabfälle zu halbieren. Dazu wollen wir die Lebensmittelüberschüsse auf Einzelhandelsebene sowie auf Verbraucherebene pro Kopf und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Lebensmittelverluste einschließlich Nachernteverluste verringern. Mit unseren Berliner Maßnahmen ergänzen wir auf der Landesebene die Nationale Strategie gegen Lebensmittelverschwendung in Deutschland und damit zusammenhängende Aktivitäten beispielsweise aus dem Pakt gegen Lebensmittelverschwendung oder der Kompetenzstelle Außer-Haus-Verpflegung.
Die Teilnehmenden des Runden Tisches erklären sich mit der Unterzeichnung dieser Erklärung bereit, die folgenden Maßnahmen mit denen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln in vertretbarem Umfang zu unterstützen und umzusetzen. Sie verpflichten sich darüber hinaus dazu, in ihrem Wirkungsbereich die Ziele des Runden Tisches gegen Lebensmittelverschwendung zu repräsentieren und aktiv für eine Teilnahme an dem Zusammenschluss zu werben. Unser Ziel ist es, die Kooperation zwischen Handel und lebensmittelrettenden Organisationen wie der Berliner Tafel und der Foodsharing-Bewegung auf eine neue Basis der Zusammenarbeit zu heben. Dazu wollen alle Beteiligten zusätzliche Potenziale zur Lebensmittelrettung identifizieren. Außerdem setzen sich die Teilnehmenden des Runden Tisches und insbesondere die zuständige Senatsverwaltung dafür ein, anderen Sektoren und Branchen der Wirtschaft zu mehr Engagement bei der Eindämmung von Lebensmittelüberschüssen zu bewegen.