In den nächsten Jahren setzte der Jugendrat seine Aktivitäten fort. Die Jugendlichen drangen weiter in die Tiefen des Ernährungssystems und vernetzten sich noch stärker mit anderen Akteuren der Berliner Ernährungswende. Zentral war dabei der Anschluss an den Ernährungsrat Berlin. Über die Vernetzung innerhalb Berlins hinaus stand auch der Austausch mit Jugendlichen aus anderen Städten auf dem Plan. So unternahmen die Jugendlichen im Sommer 2023 eine Exkursion nach Wien, um das dortige Ernährungssystem mit lokalen Akteuren zu diskutieren.
Im Jahr 2024 konnte der Weltacker-Jugendrat seine Arbeit mit Hilfe einer Förderung des Zukunftspakets und das fortwährende Engagement der Mitglieder noch weiter ausbauen. Das Jahr des Weltacker-Jugendrats begann aktiv mit einer Auseinandersetzung mit der Design Thinking Methode in Zusammenarbeit mit dem Ernährungsrat. Dies half dabei, neue Perspektiven zu entwickeln, das Jahr zu planen und Ideen zu sammeln. Ziel war es, Ernährungsbildung erlebbar zu machen und einen langfristigen Beitrag zur nachhaltigen Ernährungswende zu leisten.
Diese Ziele wurden erfolgreich umgesetzt: Konzepttage, Rundgänge und gemeinsame Koch-Aktionen mit Jugendlichen wurden realisiert. Besonders kreativ wurde der Jugendrat durch Kunstprojekte – von Ausstellungsbesuchen und gemeinsamen Bastelaktionen, bei denen das Maskottchen „Maxi“ entstand, bis hin zu einem Kunstprojekt-Stand im Klunkerkranich und kreativen Malaktionen zum Thema Ernährung auf dem Rooftop Neukölln.
Im September und Oktober fand ein Vernetzungs-Wochenende im Rahmen des Zukunftspaketes statt, um sich mit anderen engagierten Jugendgruppen auszutauschen. Zusammenhalt wurde als entscheidender Faktor für Veränderung erkannt. Auch innerhalb der Gruppe gab es viele besondere Momente, die Motivation für weitere Projekte schufen – darunter der Bau eines mobilen Koch-Anhängers im Rahmen des Lastenrad-Projekts für flexible kulinarische Nachhaltigkeitsabenteuer.
Neben vielen Highlights brachte 2024 auch Herausforderungen mit sich. Der Brand des Ackerhauses auf dem Weltacker bewegte den Jugendrat tief, doch eine Welle der Unterstützung folgte. Um zum Wiederaufbau beizutragen, wurde im Dezember eine Solidaritätsveranstaltung organisiert, bei der Spenden gesammelt wurden. Dieser Abend bleibt in besonderer Erinnerung – mit einer ersten Kunstausstellung eigener ernährungspolitischer Collagen, inspirierenden Redebeiträgen und einer atmosphärischen Begleitung durch eine Küfa sowie Techno-DJs.
Auch im Jahr 2025 möchte der Jugendrat seine Arbeit fortsetzen. Fünf aktive Kernmitglieder engagieren sich weiterhin mit Hilfe von weiteren Jugendrat-Mitgliedern aktivistisch, kreativ und motiviert für eine ernährungspolitische Mitbestimmung von Jugendlichen in Berlin.