Bei der 21. Verbraucherschutzministerkonferenz (VSMK) vom 21. bis 23. Mai 2025 in Berlin spielte die Eindämmung der Lebensmittelverschwendung eine wichtige Rolle. Berlin als Vorsitzland der VSMK hatte zwei Anträge zu diesem Thema eingebracht.
Denn noch immer werden jährlich fast 11 Millionen Tonnen zum Teil noch genießbarer Lebensmittel entsorgt – häufig aufgrund rechtlicher Unsicherheiten und großem bürokratischem Aufwand, wie es in der Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Verbraucherschutz hervorgeht. Mit dem Berliner Beschlussvorschlag sollen Lebensmittelspenden künftig rechtssicher und praktikabler werden.
Verbraucherschutzsenatorin Dr. Felor Badenberg erklärte: „Zudem muss das Spenden von Lebensmitteln deutlich einfacher sein als das Wegwerfen. Das ist essentiell für die Arbeit der Tafeln und dient der Nachhaltigkeit. Dafür bedarf es auch einer größeren Wertschätzung für Lebensmittel.“
Auch der Abbau steuerlicher Hürden sowie der pragmatische Umgang mit kleinen Kennzeichnungsfehlern bei Lebensmittelspenden standen im Fokus des Appells der VSMK an die neue Bundesregierung. Diese will laut ihres Koalitionsvertrages Lebensmittelverschwendung auf allen Ebenen bekämpfen und gemeinnützige Organisationen wie die Tafeln unterstützen.
Mit einem weiteren Beschluss setzt sich die VSMK darüber hinaus auf eine Berliner Initiative hin für Großmärkte ein. Diese sollen künftig noch besser zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen genutzt werden. Dazu wurde der Bund aufgefordert, eine wissenschaftliche Studie auszuschreiben.