Bei der Hamburger Kinokette Cinemaxx sind ein Großteil der Mitarbeiter studentische Aushilfen, die Getränke, Popcorn oder Tickets verkaufen und meist nur befristete Verträge haben. Verdi fordert für sie einen Euro mehr pro Arbeitsstunde für dieses Jahr und eine weitere Erhöhung um zehn Prozent für 2013. «Stundenlöhne von derzeit 8 Euro für die Servicekräfte sind alles andere als üppig», argumentiert Gewerkschaftssekretär Dietrich Peters. Erste Warnstreiks habe es während der Berliner Filmfestspiele im Februar gegeben. Die letzten Aktionen waren im April. «Und wir machen weiter», kündigt Peters an.
Der Tarifstreit mit dem Multiplex-Betreiber Cinestar ist verfahrener. «Weil die Unternehmensstruktur völlig kompliziert ist, müssen wir mit jeder einzelnen Gesellschaft verhandeln», berichtet Verdi-Medienexperte Frank Schreckenberg. Bei Cinestar mit seinen 74 Filmpalästen erhielten die meist befristet beschäftigten Servicekräfte zwischen 6,30 bis 6,80 Euro. «Das ist schon Niedriglohnniveau», schimpft Schreckenberg. Gefordert werde ein Stundenlohn von 8,50 Euro.
Bei Cinemaxx gab es schon vor gut zehn Jahren einen zähen Tarifkonflikt. Damals dauerte es fast vier Jahre, bis beide Seiten sich einigten. Ob es sich diesmal wieder so lange hinziehen wird, ist noch offen. «Wir hoffen nicht, aber es sieht derzeit nicht gut aus», meint Verdi-Sekretär Frank Schreckenberg.

