Innovationslandkarte
Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
| Behördenbezeichnung lang: | Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin |
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| Behördenbezeichnung kurz: | BA FK |
| Bezeichnung des Vorhabens lang: | Einrichtung eines Ausbildungsbürgeramtes (AüA) im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin |
| Bezeichnung des Vorhabens kurz: | Einrichtung eines Ausbildungsbürgeramtes (ABüA) |
| Beschreibung des Vorhabens: | 2015 bis 2019 wurde ein Ausbildungsbürgeramt mit eigenem Standort in der Schlesischen Straße 27a konzeptioniert, eingerichtet und im Probeechtbetrieb “getestet”. Heute werden dort bis zu max. 12 Auszubildende (auch anderer Dst.) gleichzeitig von bis zu vier Ausbildern (mit AdA-Schein) ausgebildet. Ähnlich dem Modell einer Juniorfirma wird es von den Auszubildenden organisiert und betrieben, die dabei von den motivierten und qualifizierten Ausbilder/innen unterstützt werden. Es handelt sich dabei nicht um einen „Spielbetrieb“, sondern um ein echtes Bürgeramt, das den kompletten Umfang der Dienstleistungen eines normalen Bürgeramtes anbietet. Vergleichbare Modelle bzw. Erfahrungen anderer Behörden lagen bundesweit nicht vor, da der Ansatz für eine Behörde zunächst undenkbar schien. Aufgrund des innovativen Charakters bestand eine besondere Komplexität hinsichtlich der Bewältigung von Bedenken und Widerständen von Stakeholdern. Es liegen zahlreiche Dokumentationen und Bildmaterial vor. |
| Woraus ergab sich der Handlungsbedarf für die Durchführung des Vorhabens und was war Ihr Ziel?: | Aufgrund von Personalmangel, krankheitsbedingten Ausfällen und unter dem Druck der Kosten- und Leistungsrechnung musste 2012 das Bürgeramt 2 in der Schlesischen Straße 27a geschlossen werden. Gleichzeitig wurde ein deutliches Verbesserungspotenzial bei der Ausbildung von Nachwuchskräften identifiziert. Auslösend war die Frage, wie ungenutzte Räume mit der kompletten technischen Infrastruktur eines Bürgeramtes sinnvoll und kostendeckend (KLR) verwendet werden können. ZIele: Steigerung der Ausbildungs- und Servicequalität; Erhalt eines hochwertigen Dienstleistungsangebotes in SO 36; Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb; Deckung Personalbedarf der Bürgerämter mit hochqualifizierten, motivierten Dienstkräften. |
| Warum ist Ihr Vorhaben innovativ und welchen Nutzen/Mehrwehrt hat es ggf. für andere Verwaltungsbereiche?: | Es zeigt, wie eine moderne Ausbildung gelingen kann, die die Stärkung von Eigenverantwortung und das Erreichen der Lernziele fördert und gleichzeitig zu einem hohen Service bei der Erbringung von Dienstleistungen gegenüber Bürgerinnen führt. Die Wissensvermittlung im “System ABüA“an eine Gruppe von Auszubildenden fördert die Standardisierung der Bearbeitung von Vorgängen in den Bürgerämtern und erleichtert die Einarbeitung von Dienstkräften. Es zeigt, dass scheinbar Unmögliches gelingen kann. |
| Gab es besondere Meilensteine im Vorhaben über die Sie berichten möchten?: | * Vorlage eines Konzeptes mit Spezifizierung der fachlichen, organisatorischen und technischen Anforderungen für ein Ausbildungsbürgeramt im Frühjahr 2015, das von einer multiprofessionellen Arbeitsgruppe erarbeitet wurde * Eröffnung des ABüA 25.4.2015 * Wechsel der Auszubildendengruppen * Abschluss des begleiteten OE-Prozesses im Probeechtbetrieb 2018 * Vornahme weiterer Anpassungen und Beendigung des Probeechtbetriebes 2019 (Projektende) * Start des ABüA im Regelbetrieb 2020 |
| Welche Akteure waren an Ihrem Vorhaben beteiltigt oder davon betroffen?: | • Kund/innen der Bürgerämter • Auszubildende • Bezirksamtsgremium • Stadtrat für Bürgerdienste • Führungskräfte und Beschäftigte des Amtes für Bürgerdienste • Ausbildungsleiter • Ausbilder/innen im ABüA • Beschäftigtenvertretungen (Personalrat, Frauenvertreterin, Vertrauensfrau der Schwerbehinderten, Jugend- und Auszubildendenvertretung) • Verwaltungsakademie Berlin • Externe Berater/innen • LABO, Bundesdruckerei, Zentrale 115er Nummer • andere Berliner Verwaltungen • Berufsschule |
| Kategorie: | Kategorie 2 - Prozess- und Qualitätsmanagement und ressortübergreifende Zusammenarbeit |
| Haben Sie Ideen, wie man die Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit Ihres Vorhabens sichern kann?: | Kontiunuierliche Anpassung an sich verändernde Rahmenbedingungen (KVP). Stillstand bedeutet Abkoppelung von Entwicklungen. Eine zentrale Förderung von dienststellenübergreifenden dem Land Berlin nutzenden Projekten ist sinnvoll. Konsquente Vermarktung als "Leuchtturm" für innovative Verwaltung. Die Ausbildung und Einarbeitung von Dienstkräften anderer Bezirksämter weiterhin ermöglichen. Findet bereits statt! |
| Wann wurde bzw. wird das Vorhaben beendet?: | 31.12.2019 |
| Einreichung: | Bewerbung Verwaltungspreis 2020 |
| Ansprechperson: | Dennis Glöckner |
| Straße_Hausnummer (Dienstsstelle): | Frankfurter Allee 35/37 |
| Postleitzahl: | 10247 |
| Telefon: | 030/90298-3373 |