Im Inneren der Erde herrschen enorme Temperaturen. Die Idee, diese Hitze zu nutzen, ist nicht neu: Schon die Römer bauten Badehäuser an heißen Quellen. Im Mittelalter entstand in Chaudes-Aigues, einer kleinen Stadt in Frankreich, das erste dokumentierte Fernwärmenetz. Dabei wurde heißes Wasser aus umliegenden Quellen über Holzrohre an Häuser geleitet. In der Toskana nahm 1911 das erste kommerzielle Geothermiekraftwerk den Betrieb auf, und 1984 ging in Waren (Müritz) die erste deutsche Erdwärmeanlage im Megawatt-Leistungsbereich ans Netz. Heute gewinnt Erdwärme immer mehr an Bedeutung für die Wärmeversorgung. Fachleute schätzen, dass klimafreundliche Wärme aus der Tiefe rund ein Viertel des deutschen Wärmebedarfs decken könnte. Für Berlin sehen Schätzungen ein ähnliches Potenzial.
So funktioniert Geothermie
Erklärfilm: Erdwärme – Ein Baustein der Berliner Wärmezukunft
Formate: video/youtube
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Kurzbeschreibung des Videos
Unter Berlin gibt es einen echten Schatz: Erdwärme. Das heiße Wasser aus der Tiefe kann einen bedeutenden Beitrag zu einer sicheren, unabhängigen und bezahlbaren Wärmeversorgung Berlins leisten.
Um Erdwärme nutzen zu können, braucht es genaue Daten über die Beschaffenheit des Untergrunds. Um diese zu sammeln, sind spezielle Messfahrzeuge, sogenannte Vibro-Trucks, in der Stadt unterwegs.
Unser Kurzfilm erklärt, wie diese Messungen funktionieren und wie wir alle von der Erdwärme profitieren.
Herausgeber: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
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Abteilung Integrativer Umweltschutz