© Courtesy of Leila Hekmat and Galerie Isabella Bortolozzi
Vier Gäste, ein opulentes Dinner und die Sehnsucht nach Rebellion. Was als bürgerliches Ritual beginnt, kippt in Rausch, Wahn und Revolutionsfantasie. Leila Hekmat inszeniert eine bildgewaltige Performance zwischen Komödie und musikalischem Tableau vivant.“Pick your pussy up off that floor and make yourself a drink.”Nach dem großen Erfolg von “Gloriette”, ihrer ersten Arbeit für einen Theaterraum, inszeniert Leila Hekmat nun ihre zweite Bühnenproduktion im HAU. In der Performance “Roses Rising – The Dinner” bringt die in Berlin lebende Künstlerin und Regisseurin eine rauschhafte Dinnerparty auf die Bühne, bei der vier selbstbezogene Gäste sich ihren erschöpften Hoffnungen auf kollektives Handeln stellen. Was als bürgerliches Ritual beginnt, entgleitet in sich hochschaukelnde Wahnvorstellungen, narzisstischen Handlungsdrang, gepaart mit Selbstzweifeln und einer aufrichtigen Sehnsucht nach Widerstand.Mit handgefertigten detailreichen Kostümen und Bühnenbildern entfaltet sich “Roses Rising” in Hekmats eigenwilligem Stil, der Komödie, musikalisches Tableau vivant und Performance verbindet. Ausgehend von umfassenden Recherchen und gesammeltem Material zur Protestkultur der 1970er Jahre entsteht eine performative Collage, die in einem kollaborativen Prozess gestaltet wird – gemeinsam mit der Choreografin und Tänzerin Shade Théret und der Performerin und Musikerin Roman Ole, die in Zusammenarbeit mit Roman Lemberg die Musik komponiert und die musikalische Leitung übernimmt.“Roses Rising” wird als zweiteilige Performance in Zusammenarbeit mit dem Gropius Bau präsentiert und beleuchtet die bewussten und unbewussten Strategien, mit denen Menschen auf die Krisenhaftigkeit der Welt reagieren. Die Bühnenproduktion “The Dinner” folgt auf “The Movement”, das am 6. und 7. März im Lichthof des Gropius Bau den performativen Aufstand zeigt, den die dekadente Dinnerparty heraufbeschwört.
ca. 90 Min.
Künstler/Beteiligte: Leila Hekmat (Text, Regie, Kostüme und Bühnenbild), Roman Ole (Musikalische Leitung und Komposition), Roman Lemberg (Musikalische Leitung und Komposition), Shade Théret (Choreografie), Diamond Stingily (Performance), Jette Loona Hermanis (Performance), Roman Ole (Performance), Shade Théret (Performance), Mickey Mahar (Performance), Anne Meeussen (Licht), Hendrik Borowski (Licht), Elsa Leguévaques (Leitung Kostümschneiderei), Monika Martynow (Kostümschneiderei), YouJung Kim (Kostümschneiderei), Grace Kim (Kostümschneiderei), Niël Meyer (Kollaboration Tische und Stühle), Kenny Campbell (Haare und Make-up), Xavier Perrone (Sound), Antonia Rohwetter (Dramaturgie), Richard Gersch (Regieassistenz), Noah Lichtblau (Regieassistenz), Hendrik Borowski (Technische Leitung und Licht), Anja Weigl (Produktion), Alicja Waliczek (Hospitanz), Sara Kanarski (Hospitanz), Gerd Sulzenbacher (Übersetzung Übertitel), Panthea (Übertitel), Aenne Quiñones (Dramaturgische Beratung), Alabapia (Band), Enna Lesch (Band), Leela Faude (Band)
Sexuelle Handlungen, Pädophilie, Drogenkonsum, Krieg und Armutserfahrungen werden auf der Bühne satirisch verbal thematisiert. Es gibt Momente vollständiger Dunkelheit. Empfohlen für Zuschauer*innen ab 16 Jahren.