Christiane Rösinger bleibt im Bett: Mit neuen und altbekannten Songs, für Orchester neu arrangiert, widmet sie sich dem Innehalten und Nicht-Funktionieren und propagiert einen Lebensentwurf jenseits der Zurichtungen täglicher Überforderung.In ihrer neuen HAU-Produktion wird Christiane Rösinger – “Oblomow”-Followerin und langjährige Expertin für ein “Leben im Liegen” – diesmal einfach im Bett bleiben und sich dem Innehalten und dem Nicht-Funktionieren widmen. Als glückliche Verweigerin betrachtet sie gemeinsam mit ihren generationsübergreifenden “Bettgästen” unsere Burnout-Gesellschaft, um einen Lebensentwurf jenseits der Zurichtungen täglicher Überforderung zu propagieren.Dafür kann die Musikerin und Regisseurin auf ihren umfangreichen Fundus an Text und Musik der letzten 35 Jahre zurückgreifen, mit dem sie heute mehr denn je zu sagen hat über ein selbstbestimmtes Liegenbleiben im “Mach-dein-Ding”-Kapitalismus.Die Songs werden in Zusammenarbeit mit dem Musiker und Komponisten Albrecht Schrader erstmals für ein kleines Orchester neu arrangiert, um die großen, mitunter melancholischen Lebensfragen ins Zentrum zu rücken. Mit einem Ensemble aus alten und neuen Wegbegleiter*innen wird das Theater zu einem Raum der Gemeinschaft, nicht um für Untätigkeit zu werben, sondern um herauszufinden, wie wir uns die Müdigkeit des gegenwärtigen Moments vielleicht doch noch gemeinsam widerständig zu eigen machen könnten.
ca. 95 Min.
Künstler/Beteiligte: Christiane Rösinger (Text, Komposition, Regie), Greta Călinescu (Co-Regie), Stella Nikisch (Künstlerische Mitarbeit Regie), Albrecht Schrader (Musikalische Leitung, Arrangements), Sila Davulcu (Performance), Claudia Fierke (Performance), Doreen Kutzke (Performance), Minh Duc Pham (Performance), Christiane Rösinger (Performance), Gideon Rösinger (Performance), Andreas Schwarz (Performance), Marleen Dahms (Das Orchester der Müdigkeit), Sebastian Gieck (Das Orchester der Müdigkeit), Jannis Gottschalk (Das Orchester der Müdigkeit), Kristina Koropecki (Das Orchester der Müdigkeit), Izzy Ment (Das Orchester der Müdigkeit), Jean-Louise Parker (Das Orchester der Müdigkeit), Albrecht Schrader (Das Orchester der Müdigkeit), Liv Solveig (Das Orchester der Müdigkeit), Lutz Streun (Das Orchester der Müdigkeit), Marie Tjong-Ayong (Das Orchester der Müdigkeit), Barbara Lenartz (Bühne), Svenja Gassen (Kostüm), Juli Schulz (Maske), Kathrin Krottenthaler (Video und Live-Kamera), Hendrik Borowski (Lichtdesign), Aenne Quiñones (Dramaturgie), Brigitte Cuvelier (Choreografie), Gabi Bartels (Bühne) (Künstlerische Mitarbeit), Ellias Hampe (Dramaturgie/Produktion) (Künstlerische Mitarbeit), Aleix Ilusa (Kostüm) (Künstlerische Mitarbeit), Rosina Zeus (Bühne) (Künstlerische Mitarbeit), Lyz Pfister (Panthea) (Übersetzung), Thorsten Hoppe (Ton und Sounddesign), Torsten Schwarzbach (HAU) (Ton und Sounddesign), Amina Nouns (HAU) (Technische Leitung), Chiara Galesi (HAU) (Produktionsleitung), Katrin Meyberg (Panthea) (Einrichtung und Operating Übertitel), Yvonne Wadewitz (Pole-Dance-Training)
Bei dieser Veranstaltung kommen Stroboskoplicht und Nebel zum Einsatz.Es werden Themen wie Krankheit, Depression, Neurodiversität, Neurodivergenz, Ableismus, Ageismus, Adultismus auf humoristische und sarkastische Weise behandelt.