– Zwei Personen in bunten, skulpturalen Kostümen auf einer Bühne mit blauen Wänden. Eine streckt die Hand aus, die andere schaut überrascht.
© Marin Driguez
Was ist gerecht – und was Recht? Welche Rechte und Pflichten haben Menschen mit Behinderungen in Gerichtsverfahren? Frei nach Dantes “Die Göttliche Komödie” verbindet das bildgewaltige “Justices” Humor, Gesang, Theater und interaktive Performance – und lädt das Publikum ein, eigene Vorurteile zu hinterfragen.
Als Mensch mit Trisomie 21 weigert sich Vincent, als unzurechnungsfähig angesehen zu werden und fordert das Recht ein, wie jede*r andere Bürger*in beurteilt zu werden. Die Zuschauenden begleiten ihn auf seiner Reise der Selbstfindung und bei seiner täglichen Konfrontation mit den Regeln einer ableistischen Gesellschaft – wenn es darum geht, eine Wohnung zu finden, eine Kreditkarte zu bekommen oder ein Kind zu haben.
Das Trio auf der Bühne bahnt sich seinen Weg, ebenso wie das Publikum, das eingeladen ist, sich im Prozess zu äußern und sich mit seinen eigenen Vorurteilen auseinanderzusetzen. Eine außergewöhnliche, bereichernde Erfahrung.
Das Théâtre National Wallonie-Bruxelles ist eine bedeutende belgische Institution, die sich für Inklusion, Diversität und künstlerische Innovation einsetzt. Schauspieler, Regisseur und Autor Clément Papachristou ist seit 2022 mit dem Theater verbunden und entwickelt insbesondere inklusive Arbeiten, in denen Künstler*innen mit und ohne Behinderung zusammenkommen.In seinen künstlerischen Projekten arbeitet er unter anderem mit seinem Bruder Guillaume zusammen und entwickelt inklusive Formen der Zusammenarbeit zwischen Künstler*innen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven.
Künstler/Beteiligte: Clément Papachristou (Konzept, Regie & Text), Edouardo della Faille (Künstlerische Mitarbeit, Performance & Text), Guillaume Paps (Künstlerische Mitarbeit, Performance & Text), Noémie Zurletti (Künstlerische Mitarbeit, Performance & Text), Silvio Palomo (Bühnenbild & künstlerische Mitarbeit), Auriane Leclercq (Hospitanz Bühnenbild), Marie Alié (Dramaturgie & künstlerische Mitarbeit), Salim Djaferi (Dramaturgie & künstlerische Mitarbeit), Darius Dolatyari-Dolatdoust (Kostümbild), Manon Bery (Hospitanz Kostümbild), Ana Samoilovich (Lichtdesign), Joseph Schiano di Lombo (Komposition), Guillaume Paps (Malerei), Germain Haumont (Rechtliche Beratung), Marie Astier (Wissenschaftliche Mitarbeit), Valentine Houot (Menschliche und künstlerische Begleitung von Edouardo della Faille und Guillaume Paps), Schneiderwerkstätten des Théâtre National Wallonie-Bruxelles (Unterstützung), Pôle de mutualisation de services & ressources techniques (Szenografische Produktion), Florence Dubru (Technische Leitung), Pierre-Antoine Martin (Inspizienz), Ludovic John (Technische Leitung & Inspizienz (Touring)), Arthur Demaret (Lichttechnik), Jeison Pardo Rojas (Tontechnik), Christine Bartolomei (Dank an), Françoise Bloch (Dank an), Cie Fany Ducat (Dank an), Maxime Lacôme (Dank an), Jean-Baptiste Logerias (Dank an), Bastien Montes (Dank an), Miguel Peñaranda Olmeda (Dank an), Joëlle Shabanov (Dank an), Olivia Smets (Dank an), Virginie Vandezande (Dank an), Marcos Vivaldi (Dank an), Antoine Bréa (Dank an), das gesamte Team von Creahm-Liege (Dank an), das gesamte Team von Créahmbxl (Dank an), Marieke Jallet (Dank an)
In einer Szene wird Geschlechtsverkehr angedeutet. Die Darsteller*innen tragen dabei Unterwäsche und ahmen kurz einen sexuellen Akt nach. Tod, Sterben und Trauer werden erwähnt. Eine Szene thematisiert auf poetische und symbolische Weise den Tod eines Babys.
Empfohlen für Zuschauer*innen ab 12 Jahren.