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Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

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Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

Das grenzenlose Leben in der Großstadt, der Anspruch auf Freiheit und die Kostbarkeit des eigenen Lebensentwurfs – nämlich genau so leben zu können, wie man es möchte – finden am Ende des Tages im "wirklichen" Leben nur wenig Platz.

  • Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

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Stellt sich die Frage: Gibt es das denn überhaupt, "freien Willen"? Kann man das überhaupt, "Leben nach eigener Vorstellung"? Oder ist das am Ende doch nur etwas für die "happy few", in einer Welt, die längst berechnet und verkauft ist? In einer Abrechnung und Annäherung gleichermaßen durchlebt Dostojewskis Protagonist noch einmal sein Leben, predigt und wütet heillos, immer auf der Suche nach dem echten Leben innerhalb der Abgründe der Gesellschaft.

Künstler/Beteiligte: von Fjodor M. Dostojewski (Autor/in), Oliver Kraushaar, Max Lindemann, Katja Pech, Anneke Goertz, Johannes Nölting

Laufzeit: Mi, 08.04.2026 bis Di, 26.05.2026

Die Unsichtbaren

Die meisten Dinge im Leben sind in Systemen geordnet; seien es politische Systeme und Staatsformen, Wirtschaftssysteme, Sitten und Sprache, Mythen und Glaube oder Organisationsformen von Wissen. Menschen schaffen Systeme, um sich die Natur, die Umwelt und jede Form von Miteinander handhabbar zu machen. Sie schützen vor dem Nichts – vor der Sinnlosigkeit und Grausamkeit der Welt.Ein Problem allerdings, das sich damit stellt, ist, dass Systeme immer auch Macht bedeuten. Sie machen die Welt zwar verfügbar, aber so gut wie nie komplett und nie für alle. Die Menschen nun, die – selten freiwillig – außerhalb dieser Systeme geraten, sind es, die im Mittelpunkt von Dostojewskis Werk stehen: Die Unsichtbaren, die nicht reich, klug, jung oder fortschrittlich genug sind. Diese Menschen sind nicht gern gesehen und sie kommen auch selten in der Literatur vor. Die Gefahr, die die Unsichtbaren darstellen, ist nämlich, dass sie sichtbar machen, dass Systeme menschengemacht sind und damit veränderbar; sie sind gefährdet und gefährdend gleichermaßen. Diese Unsichtbaren zeigen, dass es etwas gibt, das außerhalb des Systems ist und das liegt daran, dass Systeme nicht natürlich sind. Und wenn die Welt veränderbar ist, bedeutet das auch, dass wir, die wir in den Systemen leben, für sie verantwortlich sind und einen Umgang mit dem, was außerhalb ist, finden müssen.Die Totalität von Systemen nivelliert den Menschen – das zeigt sich bei Dostojewski an denjenigen, die in ihnen nicht vorkommen, die am Rand oder vor dem Abgrund stehen und nicht weiter wissen. Denn in ihnen offenbart sich die menschliche Existenz – als schmerzhaft und gefährdet, aber frei. Denn der Mensch hat eine Wahl – wenn auch keine leichte. Dostojewski besteht darauf, dass sich die Freiheit des Menschen, die er zwischen den zwei Polen der Welt – dem Glauben und dem Wissen – verloren sieht, im Wollen besteht. Wo der Glaube den Menschen zu sittlicher Demut ermahnt und das Wissen dem Menschen beweist, dass er nichts weiter als eine Reihe molekularer Kausalketten ist, können wir Freiheit wollen und sind damit verantwortlich. Die Welt ist ein System vor dem Abgrund – und es liegt an uns sie zu gestalten.

•Johannes Nölting

MIT Oliver Kraushaar
REGIE Max Lindemann
BÜHNE Katja Pech
KOSTÜM Anneke Goertz
LICHT Arnaud Poumarat
DRAMATURGIE/BEARBEITUNG Johannes Nölting

Alternative Veranstaltungen

Also träumen wir mit hellwacher Vernunft

„Wahrhaben, was ist – wahrmachen, was sein soll“. Weil Christa Wolf in Leben und Werk dieser eigenen Losung zu entsprechen versuchte, könnte man sie eine Seherin nennen: Mit feinem Sensorium vermochte sie alltägliche Dinge, weltbewegende Themen und seelische... mehrzu: Also träumen wir mit hellwacher Vernunft

Termin:
Donnerstag, 23. April 2026, 18:00 Uhr (1 weiterer Termin)
Ort:
Hans Otto Theater Potsdam - Großes Haus
Adresse:
Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam
Preis:
ab 17,60 €

Herr Teufel Faust mit Dominique Horwitz

Die sagenumwobene Lebensgeschichte des Dr. Johann Faust. In jedem Jahrhundert, in dem der Stoff auf literarischem, darstellerischem, musikalischem und filmischen Wege interpretiert wurde, behielt er seine unbrechbare Aktualität. Die ständige Getriebenheit... mehrzu: Herr Teufel Faust mit Dominique Horwitz

Termin:
Donnerstag, 23. April 2026, 19:30 Uhr (2 weitere Termine)
Ort:
Renaissance-Theater Berlin
Adresse:
Knesebeckstraße 100, 10623 Berlin-Charlottenburg
Preis:
ab 42,89 €

„Mein Leben“ - Erzählungen und Miniaturen von Anton Tschechow

Anlässlich der bevorstehenden Inszenierung von Tschechows „Der Kirschgarten“ im Heckentheater Potsdam soll diese Lesung einiger seiner Erzählungen aus der Fülle seiner Kurzgeschichten auf den Theatersommer Sanssouci einstimmen. „Der Kirschgarten“ wird... mehrzu: „Mein Leben“ - Erzählungen und Miniaturen von Anton Tschechow

Nächster Termin:
Lesung
Termin:
Donnerstag, 23. April 2026, 19:30 Uhr
Ort:
Zimmerbühne
Adresse:
Zimmerstraße 12b, 14471 Potsdam
Preis:
ab 15,00 €

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