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Wie sieht das weibliche Gesicht des Krieges aus?

Theatertreffen 2026 | Dramatik und Diskurs

In einer Zeichnung in den Farben orange und grün sitzen Besucher*innen im Großen Saal des Haus der Berliner Festspiele und schauen Richtung Bühne

– In einer Zeichnung in den Farben orange und grün sitzen Besucher*innen im Großen Saal des Haus der Berliner Festspiele und schauen Richtung Bühne

Eine Filmvorführung von „Meine Mutter, ein Krieg und ich“ (D 2014) von Tamara Trampe und Johann Feindt

Mit einer Einführung von Matthias Dell

 

„Alles, was wir über den Krieg wissen, wissen wir von Männerstimmen“, heißt es am Ende von sieben Stunden Wallenstein. Ein Schlachtfest in sieben Gängen. Zitiert wird in der Inszenierung von Jan-Christoph Gockel ein Text der Literatur-Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch – Der Krieg hat kein weibliches Gesicht, geschrieben vor mehr als 40 Jahren.

 

Tamara Trampe (1942–2021) ist in diesem Krieg geboren, aufs Feld „geschissen“ worden, wie sie selbst sagte, und hatte eine besondere, markante Stimme. Meine Mutter, ein Krieg und ich von 2014 ist eine eindrucksvolle und auch vergnügliche Bilanz: ein Film, der vergilbten Fotos nachspürt, den entfernten Verwandten, der eigenen Geschichte, wie sie die Mutter ungern erzählt hat. Und der sich immer wieder das Kameraauge reiben muss, um klar zu sehen, was passiert – eine Versöhnung mit dem Geworfen-Sein in den Krieg und die Welt.

 

Film von

Tamara Trampe und Johann Feindt  – Drehbuch und Regie

Tamara Trampe – Interviews

Johann Feindt  – Kamera

Stephan Krumbiegel – Schnitt

Dominik Schleier – Tondesign

Jule Cramer – Ton

D 2014 – Produktion

78 min – Filmlänge

Einführung von

Matthias Dell – Theater-, Film- und Medienkritiker

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