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Warum nicht eine gerechtere Zukunft entwerfen statt in Erinnerungen schwelgen?

Theatertreffen 2026 | Dramatik und Diskurs

In einer Zeichnung in den Farben orange und grün halten sich Besucher*innen im Oberen Foyer des Haus der Berliner Festspiele auf

– In einer Zeichnung in den Farben orange und grün halten sich Besucher*innen im Oberen Foyer des Haus der Berliner Festspiele auf

Ein Gespräch über Care-Arbeit, Top-Management und Zeit

Mit Teresa Bücker und Vera Schneevoigt

 

Kühne These: Hätte es vor 100 Jahren schon eine gerechtere Familienpolitik gegeben, wäre Jaz Woodcock-Stewarts Inszenierung der Glasmenagerie 2026 nicht beim Theatertreffen zu sehen. Denn dann hätte Tennessee Williams aus Mangel an Erfahrung und Realität sein Stück nicht schreiben können über die dysfunktionalen Wingfields, bei denen der Sohn mit seinem Job die Familie ernähren muss, die Tochter nur durch Verheiratung ökonomisch abgesichert werden kann und nicht nur die Mutter sich aus der Gegenwart flüchtet durch Schwelgen im doch so schönen Früher.

Fieser Spoiler: Eine gerechtere Familienpolitik gibt es heute immer noch nicht. Warum das so ist, wird im Gespräch mit der Autorin Teresa Bücker und der Unternehmerin Vera Schneevoigt eruiert. Weshalb Zeit eine unfair verteilte Ressource ist. Wieso Politik sich sträubt, daran etwas zu ändern, selbst wenn sie von sogenannten Volksparteien gemacht wird. Und wie auf das Luxusgut Zeit von den Top-Etagen des Managements geschaut wird, wo es zumindest genügend Geld gibt. 

 

Mit

Teresa Bücker – Autorin

Vera Schneevoigt – Unternehmerin

Moderation Matthias Dell – Theater-, Film- und Medienkritiker

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