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Unter dem Deckmantel der Arbeit

Zwangsarbeit 1938–1945

Keller der "Baracke 13" – Unterirdischer Raum mit grob verputzten Ziegelwänden, mehreren Pfeilern und einem beleuchteten Ausgangsschild über einer offenen Tür.

Keller der "Baracke 13" – Unterirdischer Raum mit grob verputzten Ziegelwänden, mehreren Pfeilern und einem beleuchteten Ausgangsschild über einer offenen Tür.

An fünf Tagen, jeweils von 9 Uhr bis 17 Uhr, werden wir uns im Rahmen von Vorträgen, Diskussionen, Führungen und Ortsbegehungen mit dem Seminarthema auseinandersetzen. Einzelne Programmpunkte, wie auch die Eingangsveranstaltung am Seminarbeginn, finden in unserem Seminarraum Brunnenstraße 142 (direkt am U-Bahnhof Bernauer Straße) statt; wenn möglich, werden im Rahmen des weiteren Seminarverlaufs auch originale oder atmosphärisch passende Schauplätze aufgesucht. Das Programm ist in 90-Minutenblöcke eingeteilt, wobei Pausen sowie die Zeit für ein gemeinsames Mittagessen eingeplant sind. Das Seminar beginnt und endet täglich in Berlin.

Am ersten Tag lernen Sie das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide als Veranstalter und die weiteren Teilnehmenden kennen. Das detaillierte und aktualisierte Seminarprogramm der Woche wird vorgestellt sowie organisatorische Fragen werden geklärt. Aufgrund der umfangreichen Koordination der Programmpunkte kann es vereinzelt zu Änderungen im Seminarablauf kommen, die Sie endgültig vor Ort beim Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit erfahren.

Während des Seminars wird die umfangreiche Geschichte der Zwangsarbeit im nationalsozialistischen Deutschland vorgestellt. Thematisiert werden die verschiedenen Formen der Zwangsarbeit, die unterschiedlichen Einsatzgebiete und die Arbeits- und Lebensbedingungen der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.

Auf einem ehemaligen Lagergelände, dem heutigen Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, werden die Geschichte dieses Lagers, der Einsatz der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Berliner Betrieben sowie deren Alltag erläutert. Des Weiteren werden die Zusammenhänge zwischen Krieg, Zwangsarbeit und Wirtschaft erläutert, es wird geschildert, wie die »Rekrutierung« der Arbeitskräfte in Osteuropa erfolgte und besondere Gruppen von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter werden betrachtet.

Weitere Orte in Berlin, an denen sich Zwangsarbeiterlager befanden, werden vorgestellt. Ihre Nutzung nach 1945 sowie der unterschiedliche Umgang mit der NS-Vergangenheit bis heute unter Aspekten, wie bürgerschaftliches Engagement, Denkmalpflege und Investoreninteresse, werden besprochen.

Der langwierige Weg zur Entschädigung der ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter durch die deutsche Wirtschaft und die damit verbundene Gründung der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft werden abschließend thematisiert.

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