Die Kyiv Biennial ist ein nomadisches, internationales Projekt, das künstlerische, politische und soziale Fragen miteinander verwebt. Das in den KW stattfindende Kapitel der Biennale, A Bird That Cannot Land, besteht aus einem umfangreichen Ausstellungs-, Live- und Diskursprogramm, das sich über das gesamte Gebäude erstreckt und die Reflexionen der Biennale durch zeitgenössische Kunst, Klang und Austausch erweitert.
Vor dem Hintergrund sich verändernder politischer Realitäten stellt A Bird That Cannot Land das Konzept eines „Middle-East-Europe“ sowie dessen von Kriegen, Kolonialismus und Imperialismus geprägte Geschichte in den Mittelpunkt. Wiederkehrende Konflikte reißen alte Wunden auf und stellen unser Verständnis von geteilten Erfahrungen, gemeinsamer Sprache und gemeinsamen Vorstellungen auf die Probe. Sowohl die Ausstellung als auch das Live- und Diskursprogramm verknüpfen das postsowjetische Osteuropa mit Zentral- und Südwestasien sowie mit dem Mittelmeerraum. Sie widmen sich dabei der Frage, wie wir in Zeiten von Kriegen, Unsicherheit und Entfremdung Bedeutung schaffen und Zugehörigkeit erfahren können. Die Biennale bewegt sich im Kontext von Realitäten, in denen Bedeutungskontinuitäten unterbrochen sind, und versteht das innere und äußere Exil als einen zentralen Zustand des heutigen Lebens.