MKT#12 Beyond Molotovs: Workshop

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In dieser zweiteiligen Ausgabe unserer Reihe „Macht kritisch(es) Theater“ sprechen wir über die affektiven Strategien des Autoritarismus und mögliche Gegenstrategien im Theater, auf Festivals, in der Kunst. Zwei Formate – Workshop und Panel-Diskussion – laden zu einem Erfahrungsaustausch darüber ein, wie wir auf und hinter der Bühne handlungsmächtig werden können.
Nationalistische, militaristische, antifeministische, antisemitische, rassistische und koloniale Weltbilder haben wieder Aufwind. Demokratien weltweit – und auch hier in Deutschland – stehen unter Druck. Wir erleben eine gesellschaftliche Verschiebung ins Autoritäre, die auch vor der Kunstfreiheit nicht halt macht und versucht, Diskursräume zu polarisieren oder ganz zu schließen. Autoritarismus funktioniert eher auf der Gefühlsebene als auf der Ebene der Argumente. Wie können wir autoritären Affekten entgegenwirken? Bisher verlässt sich der demokratische Diskurs zumeist und aus guten Gründen auf rationale Argumente. Doch Fakten allein scheinen gegen emotionalisierende Narrative und die Macht der Gefühle derzeit kaum noch anzukommen. Im politischen Theater wissen wir, dass sich demokratisches Engagement auch aus ästhetischen und Empathie stiftenden Schlüsselerfahrungen speist.
Bei einem Workshop (auf deutsch) und auf einer anschließenden Paneldiskussion (auf Englisch) wollen wir theatrale und künstlerische Strategien kartieren, die den autoritären Versprechungen dort begegnen, wo sie am stärksten wirken: der emotionalen und affektiven Ebene.
Bei dem Workshop mit Tuline Gülgönen (Mitglied des Kollektivs Ecologías del Futuro und von orangotango – Kollektiv für kritische Bildung und kreativen Protest) und Aurel Eschmann (Mitherausgeber des Sammelbandes „Beyond Molotovs – A Visual Handbook of Anti-Authoritarian Strategies“), suchen wir bei kollektiven Kartierungen und in verschiedenen Austauschformaten gemeinsam nach bestehenden und zukünftigen antiautoritären Strategien. Der Sammelband bietet über 50 Erfahrungsberichte von antiautoritären Bewegungen, Aktivist*innen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aus aller Welt, die sich auf die ästhetische Dimension ihrer Strategien konzentrieren. Wir wollen darüber nachdenken, welche Rolle Affekte und Emotionen, aber auch Theater und Kunstpraxis für politische Strategien spielen. Nach einer Mittagspause werden wir das fortlaufende Projekt AntifaTarots über antiautoritäre Strategien von Tuline und Francesca Cogni (Filmemacherin und Illustratorin) kennenlernen und eigene Karten hinzufügen. Im Laufe der Jahrhunderte und überall auf der Welt gab es Tausende von Möglichkeiten, sich gegen Unterdrückung zu wehren und andere Formen des Zusammenseins und der Organisierung zu entwickeln. Welche sind für uns am sinnvollsten, welche wollen wir in unserem Werkzeugkasten behalten und mit in die Zukunft nehmen?
Ihr könnt mit eurem Ticket an beiden Workshop-Teilen teilnehmen, aber auch früher gehen oder später kommen.
Nationalistische, militaristische, antifeministische, antisemitische, rassistische und koloniale Weltbilder haben wieder Aufwind. Demokratien weltweit – und auch hier in Deutschland – stehen unter Druck. Wir erleben eine gesellschaftliche Verschiebung ins Autoritäre, die auch vor der Kunstfreiheit nicht halt macht und versucht, Diskursräume zu polarisieren oder ganz zu schließen. Autoritarismus funktioniert eher auf der Gefühlsebene als auf der Ebene der Argumente. Wie können wir autoritären Affekten entgegenwirken? Bisher verlässt sich der demokratische Diskurs zumeist und aus guten Gründen auf rationale Argumente. Doch Fakten allein scheinen gegen emotionalisierende Narrative und die Macht der Gefühle derzeit kaum noch anzukommen. Im politischen Theater wissen wir, dass sich demokratisches Engagement auch aus ästhetischen und Empathie stiftenden Schlüsselerfahrungen speist.
Bei einem Workshop (auf deutsch) und auf einer anschließenden Paneldiskussion (auf Englisch) wollen wir theatrale und künstlerische Strategien kartieren, die den autoritären Versprechungen dort begegnen, wo sie am stärksten wirken: der emotionalen und affektiven Ebene.
Bei dem Workshop mit Tuline Gülgönen (Mitglied des Kollektivs Ecologías del Futuro und von orangotango – Kollektiv für kritische Bildung und kreativen Protest) und Aurel Eschmann (Mitherausgeber des Sammelbandes „Beyond Molotovs – A Visual Handbook of Anti-Authoritarian Strategies“), suchen wir bei kollektiven Kartierungen und in verschiedenen Austauschformaten gemeinsam nach bestehenden und zukünftigen antiautoritären Strategien. Der Sammelband bietet über 50 Erfahrungsberichte von antiautoritären Bewegungen, Aktivist*innen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aus aller Welt, die sich auf die ästhetische Dimension ihrer Strategien konzentrieren. Wir wollen darüber nachdenken, welche Rolle Affekte und Emotionen, aber auch Theater und Kunstpraxis für politische Strategien spielen. Nach einer Mittagspause werden wir das fortlaufende Projekt AntifaTarots über antiautoritäre Strategien von Tuline und Francesca Cogni (Filmemacherin und Illustratorin) kennenlernen und eigene Karten hinzufügen. Im Laufe der Jahrhunderte und überall auf der Welt gab es Tausende von Möglichkeiten, sich gegen Unterdrückung zu wehren und andere Formen des Zusammenseins und der Organisierung zu entwickeln. Welche sind für uns am sinnvollsten, welche wollen wir in unserem Werkzeugkasten behalten und mit in die Zukunft nehmen?
Ihr könnt mit eurem Ticket an beiden Workshop-Teilen teilnehmen, aber auch früher gehen oder später kommen.
Workshopleitung
Aurel Eschmann, Tuline Gülgönen, Francesca Cogni
Projektleitung
Aurel Eschmann, Sophie Lembcke
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Projektleitung
Aurel Eschmann, Sophie Lembcke
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