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'Migration ist die Revolution des 21. Jahrhunderts' mit Ivan Krastev

Im Gegensatz zu vergangenen Revolutionen, die Manifeste oder kollektives Handeln erforderten, wird diese Revolution von Einzelpersonen und Familien vorangetrieben, die durch Mobiltelefone und Einblicke in ein besseres Leben anderswo ermächtigt werden und den „Exit“ (Weggang) dem politischen Wandel vorziehen. In diesem Sinne wird Migration sowohl zur persönlichen Strategie als auch zu einer stillen Form des Protests, die Gesellschaften ohne direkte Konfrontation verändert. Da sich immer mehr Menschen für Mobilität statt für Mitsprache entscheiden, fordern die politischen und kulturellen Folgen traditionelle Vorstellungen von Souveränität und Zugehörigkeit heraus.

Im Anschluss findet ein Q&A statt, moderiert von Vasyl Cherepanyn (Kyiv Biennial).

Ivan Krastev ist Vorsitzender des Centre for Liberal Strategies sowie Albert-Hirschman-Permanent-Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien. Er ist Gründungsmitglied des European Council on Foreign Relations, Mitglied des Board of Trustees der International Crisis Group, des Global Advisory Council der Europäischen Investitionsbank sowie des Board of Directors von GLOBSEC. Zudem ist er Contributing Editor der Financial Times.

Er ist Autor der Bücher Is it Tomorrow, Yet? How the Pandemic Changes Europe (Allen Lane/Penguin, 2020), The Light that Failed: A Reckoning (gemeinsam mit Stephen Holmes, Allen Lane/Penguin, 2019), After Europe (Penn Press, 2017) sowie In Mistrust We Trust: Can Democracy Survive When We Don't Trust Our Leaders? (TED Books, 2013).

Treffpunkt: KW Institute for Contemporary Art, 4. OG

Anmeldung/Buchung: Anmeldung online

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