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Jakob Augstein im Gespräch mit Jörg Baberowski „Wer unbequeme Meinungen ausgrenzt, schadet der Demokratie“

Der radioeins und Freitag Salon live aus dem Renaissance-Theater

Zur Krise der liberalen Demokratie: In letzterer fühlten sich viele Menschen heute weder gesehen noch vertreten. Der Historiker Baberowski setzt sich mit ihren Motiven auseinander und konstatiert keine Krise der Demokratie, sondern eine des Systems der liberalen Repräsentation.

Denn Demokratie sei keine Werteordnung, sondern ein Verfahren, um vor allem mittels Wahlen Konflikte zu bewältigen. Bei diesen Wahlen müsse jeder die Möglichkeit haben zu gewinnen, egal, wie er sich die Gesellschaft vorstellt. Parteiverboten erteilt Baberowski folglich ebenso eine Absage wie Gegenwartsdiagnosen, die heute von „Faschismus“ sprechen, und einer weiteren Europäisierung der Demokratie. Vielmehr müsse das Politische wieder an Orte zurückgebunden werden, an denen Menschen leben: Kommune, Bundesland oder Nationalstaat.

Darüber spricht Jörg Baberowski, seit 2002 Professor für die Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin, mit Jakob Augstein.

(Am Volk vorbei. Zur Krise der liberalen Demokratie Jörg Baberowski C.H. Beck 2026, 208 Seiten, 25 €)

dem Renaissance-Theater Berlin

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