Marc Siegel im Gespräch mit Birgit Bosold und Jan Künemund
Im März 2026 legte Marc Siegel „What’s Underground About Marshmallows? Texte von und über Jack Smith“ (Alexander Verlag) vor, in dem Susan Sontags wichtiger Beitrag über den US-amerikanischen queeren Underground-Filmemacher und Künstler wiederveröffentlicht wurde, der 1989 an den Folgen von AIDS/HIV starb. Wir nehmen diese Veröffentlichung zum Anlass, ins Gespräch über Susan Sontag, ihre Notizen zu Camp und ihre Reflexionen über Krebs und AIDS zu kommen.
Marc Siegel ist Professor für Filmwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Seine Forschung konzentriert sich auf Fragen der Queer Studies und des Experimentalfilms. Sein Buch „A Gossip of Images“ erscheint demnächst bei Duke University Press. Zu seinen neuesten Veröffentlichungen gehören der von ihm herausgegebene zwei-sprachige Band „What’s Underground About Marshmallows? Texte von und über Jack Smith“ (Alexander Verlag, 2026) sowie der Sammelband „Serge Daney and Queer Cinephilia“ (meson press, 2024). Er ist Mitglied des Berliner Künstler*innenkollektivs CHEAP sowie der Vereinigung palästinensischer und jüdischer Akademiker*innen (PJA).
Birgit Bosold ist seit 2006 Mitglied des Vorstands des Schwulen Museums und hat dort viele erfolgreiche und einflussreiche Ausstellungen kuratiert, akutell: „Susan Sontag – Sehen und gesehen werden“ (mit Kristina Jaspers). Jan Künemund ist freier Filmjournalist und -kurator und seit 2023 verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Schwulen Museums.