Aktuelle Sprache: Deutsch

Beziehungskiller Wohnungskrise. Über das Zusammenleben unter Bedingungen der Knappheit mit Andrej Holm

Andrej Holm – Porträt eines Mannes mit Brille in formeller Kleidung vor unscharfem Hintergrund.

Andrej Holm – Porträt eines Mannes mit Brille in formeller Kleidung vor unscharfem Hintergrund.

Die Wohnungskrise ist längst mehr als ein ökonomisches oder stadtpolitisches Problem. Sie wirkt tief in die Texturen des Alltags hinein und verändert die Bedingungen des Zusammenlebens.

Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich der Druck steigender Mieten und knapper Räume auf Familienkonstellationen und Beziehungsformen auswirkt. Wenn der Auszug aus dem Elternhaus aufgeschoben wird, weil bezahlbare Alternativen fehlen; wenn Familien in zu kleinen Wohnungen leben und diese durch improvisierte Raumaufteilungen an neue Bedürfnisse anpassen müssen; wenn Trennungen nicht vollzogen werden, weil kein zweiter Haushalt finanzierbar ist – dann wird deutlich, wie sehr Wohnverhältnisse intime Entscheidungen strukturieren. Zugleich erzeugen prekäre Wohnsituationen, Unsicherheit und Verdrängungsängste einen psychischen Druck, der sich in Beziehungen einschreibt. 

Ausgehend von aktuellen Entwicklungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt und im Rückgriff auf Konzepte der kritischen und feministischen Stadtforschung untersucht der Vortrag Wohnen als soziale Praxis: als Ort von Fürsorge und Abhängigkeit, von Aushandlung und Zumutung – und als zentrale Bedingung dafür, wie Menschen heute zusammenleben können.

- kostenfrei
- Dauer: 120 min
- Sprache: Deutsch
- Saal 3, EG
- Teil von: Ringvorlesung Beziehungsweise Familie

Preisinformationen: kostenfrei

Karte

Es folgt eine Kartendarstellung.Karte überspringen

Zum Stadtplan

Ende der Karte.

Verkehrsanbindungen

Fragen zum Veranstaltungskalender beantwortet unsere Hilfe. Nutzungsbedingungen finden Sie unter Informationen zu unseren Partnern und Nutzungsbedingungen.