Zerreißprobe: Kunst zwischen Politik und Gesellschaft 1945 – 2000
Kaum eine Ära stand so unter dem Zeichen von Teilung, Zerrissenheit und Aufbruch wie die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. So stellt die Neue Nationalgalerie ihre nächste Sammlungspräsentation zur Kunst nach 1945 ganz bewusst unter den Titel „Zerreißprobe“.
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Ausgehend von der radikalen Performance von Günter Brus mit ebendiesem Titel zeigt die Neue Nationalgalerie, wie sehr die Kunst nach 1945 vom Spannungsfeld zwischen Politik und Gesellschaft geprägt war.
Die Präsentation umfasst zentrale Werke aus der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, Westeuropa und den USA, und greift thematisch zentrale künstlerische wie gesellschaftliche Themen des 20. Jahrhunderts auf, etwa die Frage nach Realismus und Abstraktion, Politik und Gesellschaft, Alltag und Pop, Feminismus oder Natur und Ökologie. Konkret zu sehen sind Arbeiten des Informell und der amerikanischen Farbfeldmalerei, der Pop- und Minimal Art ebenso wie der Konzeptkunst von Künstler*innen wie Josef Albers, Joseph Beuys, Francis Bacon, Lee Bontecou, Rebecca Horn, Valie Export, Bruce Naumann, Wolfgang Mattheuer, Louise Nevelson, Gerhard Richter, Bridget Riley oder Willi Sitte. Ergänzt wird die Präsentation schlaglichtartig um Positionen, die bisher nicht in der Sammlung vertreten sind.
Christo und Jeanne-Claudes „Verpackter VW Käfer“ die Sammlungspräsentation
Anlässlich des großen Jubiläums zu 30 Jahren „Verpackter
Reichstag“ zeigt die Neue Nationalgalerie ab dem 11. Juni 2025 im Rahmen ihrer
Sammlungspräsentation „Zerreißprobe. Kunst zwischen Politik und Gesellschaft.
Sammlung der Nationalgalerie 1945 – 2000“ ein weiteres ikonisches Werk von
Christo und Jeanne-Claude: den „Verpackten 1961 Volkswagen Käfer Saloon“. Der verpackte Volkswagen ist im Ausstellungskapitel „Schöneres
Leben“ zu sehen, in dem zu erleben ist, wie Künstler*innen aus den 1960er- und
1970er-Jahren mit Ironie, Detailfreude und Kritik auf die unterschiedlichen
Lebenswirklichkeiten im geteilten Deutschland und Europa geblickt haben – auf
eine Welt, die damals stark von politischen Systemen, Konsumkultur und Medien
geprägt war. Mit einem „Volkswagen“ in der „Nationalgalerie“ treffen nun in
produktiver Weise auch zwei „Deutschlandbilder“ aufeinander, ein ikonisches
deutsches Auto, das Weltgeschichte geschrieben hat und ein Museum, das
ebenfalls in besonderer Weise mit der Kulturgeschichte Deutschlands verknüpft
ist.
Christoph Schlingensief: Deutschland ´99
Die Neue Nationalgalerie widmet Christoph Schlingensief (1960–2010), dem einflussreichen deutschen Künstler, Autor, Filmemacher, Theater- und Opernregisseur und Professor der Bildenden Kunst in ihrer aktuellen Sammlungspräsentation „Zerreißprobe“ einen eigenen Raum. Die Neue Nationalgalerie erhält mit „Deutschlandsuche ´99“ ein bedeutendes Werk von Christoph Schlingensief als Schenkung für ihre Sammlung.
Die Neue Nationalgalerie widmet Christoph Schlingensief (1960–2010), dem einflussreichen deutschen Künstler, Autor, Filmemacher, Theater- und Opernregisseur und Professor der Bildenden Kunst in ihrer aktuellen Sammlungspräsentation „Zerreißprobe“ einen eigenen Raum. Die Neue Nationalgalerie erhält mit „Deutschlandsuche ´99“ ein bedeutendes Werk von Christoph Schlingensief als Schenkung für ihre Sammlung.
Kuratiert von Joachim Jäger, Marta Smolińska und Maike Steinkamp
Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin
Laufzeit: seit November 2023
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