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Unbezahlbar – Geld, Macht, Werte

  • Fotografie „Eine Rentnerin protestiert mit aufgenähten Banknoten gegen die Geldentwertung“ – Schwarzweißfoto mit älterer Person, die ein Schild mit Bildern und Text haelt. Kleidung mit Geldscheinen. Menschenmenge im Hintergrund.

    Fotografie „Eine Rentnerin protestiert mit aufgenähten Banknoten gegen die Geldentwertung“ – Schwarzweißfoto mit älterer Person, die ein Schild mit Bildern und Text haelt. Kleidung mit Geldscheinen. Menschenmenge im Hintergrund.

  • Louis-Alexandre Bottée: Medaille „Darstellung der Justitia an einer Geldprägemaschine“ – Silberne Medaille mit geprägten Figuren. Person sitzt, hält Waage. Text: "UNITÉ PRECISION REGULARITÉ".

    Louis-Alexandre Bottée: Medaille „Darstellung der Justitia an einer Geldprägemaschine“ – Silberne Medaille mit geprägten Figuren. Person sitzt, hält Waage. Text: "UNITÉ PRECISION REGULARITÉ".

  • Stuckkopf (Fälschung), Mexiko, Detail, Datierung unbekannt, Gips – Nahaufnahme einer antiken Skulptur eines Gesichts mit dunklen Markierungen um die Augen. Mittiger Riss im Stein. Kunstwerk aus Stein, Detailaufnahme.

    Stuckkopf (Fälschung), Mexiko, Detail, Datierung unbekannt, Gips – Nahaufnahme einer antiken Skulptur eines Gesichts mit dunklen Markierungen um die Augen. Mittiger Riss im Stein. Kunstwerk aus Stein, Detailaufnahme.

  • Jan Steen: Lockere Gesellschaft, um 1661/63, Detail – Fünf Personen bei Feier; mittlere Person haelt Glas hoch, links darueber Gusskanne; Ölgemaelde, barocke Kleidung, fröhliche Stimmung.

    Jan Steen: Lockere Gesellschaft, um 1661/63, Detail – Fünf Personen bei Feier; mittlere Person haelt Glas hoch, links darueber Gusskanne; Ölgemaelde, barocke Kleidung, fröhliche Stimmung.

  • 8 Escudos, Bolivien: 1841, Rückseite mit der Darstellung des Cerro Rico (Silberberg) bei Potosí – Goldmünze mit Prägung REPUBLICA BOLIVIANA, Berg mit Sonne und Lama, acht Sterne, Inschrift 8S 1841 L R.

    8 Escudos, Bolivien: 1841, Rückseite mit der Darstellung des Cerro Rico (Silberberg) bei Potosí – Goldmünze mit Prägung REPUBLICA BOLIVIANA, Berg mit Sonne und Lama, acht Sterne, Inschrift 8S 1841 L R.

Alles dreht sich um Geld: Pfandflaschen werden gesammelt, ein Gummihandschuh übergezogen, das Handy an der Kasse gezückt. Dabei ist Geld mehr als Münzen und Scheine oder ein digitaler Kontostand. Seit seiner Entstehung prägt Geld die Vorstellungen von der Welt und beziffert, was und wer als wertvoll gilt. Was darf eine Banane, ein T-Shirt, eine Wohnung, Arbeitskraft oder Lebenszeit kosten?

Geld und Wert im Wandel: Von dem Maya-Stuckkopf bis zur Kakaobohne

Die Ausstellung „Unbezahlbar – Geld, Macht, Werte“ hinterfragt, wie und auf wessen Kosten Geld uns selbst, unsere Geschichte und unsere Welt formt. Sie verknüpft die Ursprünge von Geld mit Fragen von Macht und gesellschaftlichen Strukturen und erzählt anhand von Objekten aus den Sammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz von globalen Verflechtungen und persönlichen Schicksalen im Zusammenhang mit Veränderungen von Wert: Ein Maya-Stuckkopf verliert als Fälschung seinen Marktwert und gewinnt zugleich einen neuen als Forschungsgegenstand. Kakaobohnen werden von einer historischen Währung zum globalen Genussmittel. Pfandflaschen bedeuten für die einen Müll, für andere einen notwendigen Zuverdienst. Ein Handschuh wird zum Symbol unsichtbarer Sorgearbeit. Eine Drehleier erklingt als Instrument von Arm und Reich, in den Händen von bettelnden Straßenmusiker*innen sowie zur höfischen Unterhaltung. Sammlungsobjekte selbst sind dabei nicht nur Zeugnisse wirtschaftlicher Systeme, sondern auch Repräsentationsmittel, Machtinstrumente und Wertanlagen.

Was wiegt mehr?

Interaktive Stationen machen Geld unmittelbar erfahrbar: Besucher*innen können Geldscheine stempeln, Werte wiegen, einer Drehleier lauschen oder ihre Gedanken zu Ungleichheit, Reichtum und Armut teilen. Zeitgenössische Interventionen schlagen eine Brücke zwischen historischen Perspektiven und aktuellen Fragen nach Kapital, Konsum und gesellschaftlicher Verantwortung.

Kuratorisches Team

Die Ausstellung wird kuratiert von den Volontär*innen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz: Leonard Brey, Yannick Dreessen, Drossilia Dikegue Igouwe, Judith Fütterer, Tabea Harney, Klara Harthun, Flavia Hennig, Isa Hirtz, Marie-Luise Hugler, Ann-Kathrin Illmann, Jessica Knebel, Johannes Köhler, Sofie Lechner, Lea Nohr, Louis Petitjean, Elisabeth Pieper, Lu Tian, Sarah Unger, Zhining Zhang

Ausstellungsdesign und Szenografie durch Atelier Ambient

Ausstellung an zwei Orten

„Unbezahlbar – Geld, Macht, Werte“ ist im Forschungscampus Dahlem zu sehen. Eine thematische Erweiterung bietet die Fokusvitrine im Stabi Kulturwerk.

Öffnungszeiten Stabi Kulturwerk:

Mittwoch: 10 bis 18 Uhr
Donnerstag: 10 bis 20 Uhr
Freitag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Montag und Dienstag: geschlossen

Der Eintritt in den Forschungscampus Dahlem und in das Stabi Kulturwerk in der Staatsbibliothek Unter den Linden ist frei.

Gefördert durch Museum & Location

Eine Sonderausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin

Laufzeit: Fr, 02.10.2026 bis So, 17.01.2027

Findet hier statt:

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