Die Ausstellung "Die Augen weit offen" im Fotografiska enthüllt die Realität der DDR durch die Augen eines Fotografen, der tief in ihr politisches und soziales Gefüge eintauchte.
– Thomas Billhardt, Alexanderplatz, Berlin, 1960
© Thomas Billhardt, Camera Work Gallery
Von seiner lebenslangen Beobachtung des Alexanderplatzes – beginnend mit seiner Diplomarbeit – über die Dokumentation des Vietnamkriegs bis hin zu seinen Reisen nach Kuba und in die UdSSR: Billhardts Bilder halten Geschichte im Moment ihres Entstehens fest – ungeschönt, intim und frei von Nostalgie. Sein Werk beweist, dass das Leben sich seinen Weg bahnt, egal wie unfrei das System ist. Denn Menschen lieben, lachen, protestieren, überleben und das trotz und gerade innerhalb dieser Systeme, die so viel größer als das einzelne Individuum in ihnen sind.
Seine Fotografien stellen die Frage: Wie bewahren Menschen ihre Menschlichkeit, wenn die Strukturen um sie herum versuchen, ihnen ebendiese zu nehmen. Über Jahrzehnte und Kontinente hinweg beweist Billhardts Werk, dass Widerstand und Verletzlichkeit selbst in unfreien Systemen fortbestehen können. Die Ausstellung wird zu einem zeitlosen Dialog über Widerstandsfähigkeit, Wahrheit und die Kraft des Individuums innerhalb kollektiver Erzählungen.
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 10 bis 23 Uhr
Laufzeit: Fr, 28.08.2026 bis Di, 02.02.2027
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