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Ryuichi Sakamoto: seeing sound, hearing time

Als erste große Retrospektive von Ryuichi Sakamoto in Europa zeigt die Ausstellung sieben Werke in fünf großformatigen Installationen und eröffnet zur Berlin Art Week.

  • Ryuichi Sakamoto & Shiro Takatani, async–immersion tokyo, 2024, Installationsnansicht „Ryuichi Sakamoto | seeing sound, hearing time“, Museum of Contemporary Art Tokyo (MOT) 2024

    Ryuichi Sakamoto & Shiro Takatani, async–immersion tokyo, 2024, Installationsnansicht „Ryuichi Sakamoto | seeing sound, hearing time“, Museum of Contemporary Art Tokyo (MOT) 2024

  • Ryuichi Sakamoto, Portrait

    Ryuichi Sakamoto, Portrait

Der Komponist und Künstler Ryuichi Sakamoto gilt als Pionier der elektronischen und experimentellen Musik, der die Grenzen zwischen Klang, Film, Performance und bildender Kunst immer wieder neu definierte.

Retrospektive von Ryuichi Sakamoto in Berlin erleben

Seit den 2000er-Jahren entwickelte er dreidimensionale Klangräume, oft in Zusammenarbeit mit internationalen Künstler*innen wie Shiro Takatani und Carsten Nicolai oder dem Filmemacher Apichatpong Weerasethakul. Als erste große Retrospektive von Ryuichi Sakamoto in Europa zeigt die Ausstellung sieben Werke in fünf großformatigen Installationen und eröffnet zur Berlin Art Week. Sie rückt die Schnittstelle von Klang und Kunst ins Zentrum, die seit seiner Gründung vor 30 Jahren ein Markenzeichen des Hamburger Bahnhof ist.

Der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart zeigt auf rund 1.500 Quadratmeter in den Rieckhallen sieben Werke in fünf großformatige Installationen des Komponisten und Künstlers Ryuichi Sakamoto. „Is you time“ (2017), in der ein durch den Tsunami 2011 zerstörtes Klavier zum Objekt für Klänge wird, beruht auf digital umgewandelten seismologischen Daten von Erdbeben weltweit in Echtzeit. Weitere Installationen sind ausgehend von seinem Album „async“ (2017) in enger Kooperation mit dem Künstler Shiro Takatani und dem Filmmacher Apichatpong Weerasethakul entstanden. Zwei Filme von Carsten Nicolai in der Ausstellung verwenden Musik des letzten Albums „12“ von Sakamoto, ein Klangtagebuch, das er 2021 bis 2022 aufgenommen hat.

Der Komponist und Künstler Ryuichi Sakamoto

Ryuichi Sakamoto (1952-2023) war ein Komponist, Produzent und Künstler, geboren in Tokio. 1978 debütierte er mit dem Album „Thousand Knives“ und war Mitbegründer der legendären Techno-Gruppe Yellow Magic Orchestra. Sein vielfältiges Schaffen umfasst Popalben, viele klassische Werke, zwei Opern und fast 45 Original-Film- und TV-Soundtracks. Für seine Filmmusik erhielt er zahlreiche renommierte Auszeichnungen, darunter einen Oscar, zwei Golden Globes und einen Grammy. Auch in der Kunstwelt war Sakamoto aktiv: Seine Arbeiten wurden weltweit in Museen gezeigt (Seoul, 2018; Peking, 2021; Chengdu, 2023–2024; Tokio, 2024–2025; Phuket, 2026; Hong Kong 2026). Als Aktivist engagierte er sich jahrzehntelang für Umweltschutz und Weltfrieden. Er gründete die Organisation „more trees“ zur Waldrettung und das „Tohoku Youth Orchestra“, um die Opfer des Tohoku-Erdbebens durch Musik zu unterstützen. Sakamoto starb am 28. März 2023.

Kuratorisches Team: Ryuichi Sakamoto: seeing sound, hearing time

Die Ausstellung wird kuratiert von Ingrid Buschmann, Kuratorin Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart zusammen mit Sachiko Namba, Kuratorin, Tokio.

Laufzeit: Fr, 11.09.2026 bis So, 23.05.2027

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