Antike Artefakte, welkende Blumen und Gesichter, die mit dicken Zahnpastastrichen skizziert sind. Ein Künstler, der geradezu besessen ist, Selbstporträts zu malen.
„Tired Horses“, eine Duo-Ausstellung von Robert McNally und Charlie Roberts in der Kristin Hjellegjerde Gallery in Berlin, taucht tief in die Psyche der Künstler ein und untersucht, was es braucht, um ein kreatives Leben zu führen.
Der Ausstellungstitel bezieht sich auf „All the Tired Horses“ von Bob Dylan und den gleichnamigen deutschen Kurzfilm von Sebastian Mayr. Mit der wiederholten Textzeile „All the tired horses in the sun / How am I supposed to get any riding done?“ spiegelt der Song ein Gefühl kreativer Frustration und Erschöpfung wider, welches Dylan damals empfand. Der Film auf der anderen Seite ist eine Reflexion über Intimität, darüber, was wir preisgeben und was wir zurückhalten. Zusammengenommen rahmen diese Bezüge die Ausstellung als Reflexion nicht nur über künstlerische Erschöpfung ein, sondern auch über das beharrliche Schaffen trotz dieser Erschöpfung – eine Idee, die im Mittelpunkt des Dialogs zwischen McNally und Roberts steht.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 11 bis 18 Uhr
Zeitgenössische Kunst, Fotografie und alte Meister: Das Berliner Ausstellungsjahr 2026 hält wieder hochkarätige Kunst-Highlights aus allen Bereichen bereit.
mehr