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Metaxy: Zwischen Zerstörung und Wiederaufbau

Militärische Konflikte und die Folgen der Klimakrise zerstören weltweit Häuser, Städte und Landschaften. Millionen von Menschen verlieren ihr Zuhause.

  • Feda Wardak, "Avant la Nuit", in Arbeit

    Feda Wardak, "Avant la Nuit", in Arbeit

  • Lebbeus Woods War and Architecture: Transformational City Plan with SCAR Construction, 1993

    – Lebbeus Woods War and Architecture: Transformational City Plan with SCAR Construction, 1993

  • Ruine des Shaykh-Ya’qūb-Schreins vor seiner Rekonstruktion durch Salma Samar Damluji, Mukallā, Jemen, 2015

    – Ruine des Shaykh-Ya’qūb-Schreins vor seiner Rekonstruktion durch Salma Samar Damluji, Mukallā, Jemen, 2015

Die Zerstörung reicht allerdings weit über das Gebaute hinaus. Sie erfasst soziale Beziehungen, Lebenswelten und historische Zusammenhänge. Ohne ihre Aufarbeitung setzt der Wiederaufbau die Gewalt mit anderen Mitteln fort. Seine entscheidenden Fragen stellen sich deshalb, bevor überhaupt gebaut wird. Das ist der Ausgangspunkt der Ausstellung „Metaxy : Zwischen Zerstörung und Wiederaufbau“. Sie widmet sich dem ‚Dazwischen‘. Metaxy, altgriechisch für zwischen, bezeichnet den Raum, in dem Gesellschaften Vergangenheit und Zukunft, Schuld und Verantwortung aushandeln. Rekonstruktion ist hier nicht die Rückkehr zu einem früheren Zustand, sondern die politische Entscheidung, Zusammenhänge freizulegen, die Gewalt zerstört oder verdeckt haben.

Ausgehend vom Akademiegebäude am Hanseatenweg – als exemplarischem Ort des Wiederaufbaus nach 1945 – präsentiert die Ausstellung eine Spurensuche zur Geschichte des Standorts der Akademie der Künste im Hansaviertel und Positionen aus Afghanistan, Bangladesch, Bosnien und Herzegowina, Deutschland, Israel, dem Jemen, Palästina, Polen, dem Sudan, Syrien, der Ukraine und den USA. Internationale Künstler*innen und Raumpraktiker*innen zeigen in ihren Arbeiten, dass Wiederaufbau nur dort gerecht sein kann, wo die Spuren von Gewalt und Verlust freigelegt werden, ohne unterschiedliche Erfahrungen gegeneinander auszuspielen oder zu relativieren.

Ein Veranstaltungsraum als Teil der Ausstellung lädt zu Gesprächen, Vorträgen, Performances ein. Das Veranstaltungsprogramm vertieft die thematischen Schwerpunkte der Ausstellung „Böden“, „Zeiten“ und „Häuser“. ZWISCHENSTÜCKE erweitern die Veranstaltungsbeiträge um eine musikalisch-performative Ebene. Ein Vermittlungsprogramm mit Führungen und Lecture Performance Walks sowie eine ARCH+ Ausgabe vertiefen die Themen der Ausstellung.

Beteiligte Künstler*innen und Raumpraktiker*innen

Hala Alnaji, Archigrest, Marina Tabassum Architects, Maja Bajević, Karim Bingöl, Centre for Documentary Architecture, Kees Christiaanse, Tiffany Chung, Co-Haty, Salma Samar Damluji, Nir Evron, Ola Hassanain, Paul Hübner, Anton Kolomyeytsev, Omer Krieger, V. Mitch McEwen, megouem, Kioomars Musayyebi, Marina Naprushkina/Neue Nachbarschaft Moabit, Open Group, Ute Richter, Sasha Marianna Salzmann, Immanuel Schumacher, Arinjoy Sen, Nurit Stark, Syrbanism, topoScape, Feda Wardak, Eyal Weizman, Ines Weizman, Julita Wójcik, Lebbeus Woods, Ina Wudtke

„Metaxy : Zwischen Zerstörung und Wiederaufbau“ ist ein Projekt der Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit Arch+. Im Rahmen der Berlin Art Week 2026

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das Veranstaltungsprogramm und die musikalischen Interventionen Zwischenstückewerden mit Unterstützung und in Kooperation mit der KfW Stiftung umgesetzt.
Weitere Förder*innen: Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste, Hans Sauer Stiftung

Kooperationspartner*innen:
Deutsche UNESCO-Kommission e. V.; IBA Ukraine; Offen für Kultur / Hansabibliothek (Stadtbibliothek Berlin-Mitte); Royal College of Art; Schaustelle Nachkriegsmoderne; Spreepark Art Space; Ukrainisches Institut in Deutschland

Laufzeit: Do, 10.09.2026 bis So, 06.12.2026

Findet hier statt:

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