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Kunst – Menschen – Macht

Schloss Schönhausen als Tatort der NS-Aktion »Entartete Kunst«

Das Gemälde „Arbeiterjunge“ (1920) von Otto Dix im Depot in Schloss Schönhausen – Das Gemälde „Arbeiterjunge“ (1920) von Otto Dix im Depot in Schloss Schönhausen

Das Gemälde „Arbeiterjunge“ (1920) von Otto Dix im Depot in Schloss Schönhausen – Das Gemälde „Arbeiterjunge“ (1920) von Otto Dix im Depot in Schloss Schönhausen

Vom Spätsommer 1938 an lagerten in Schloss Schönhausen rund 3.750 Kunstwerke, die zuvor im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ aus deutschen Museen beschlagnahmt worden waren. Seit Beginn ihrer Herrschaft in Deutschland diffamierten die Nationalsozialisten die moderne Kunst als „entartet“ oder als „Verfallskunst“. Im Juli 1937 ließen sie zahlreiche Kunstwerke aus deutschen Museen nach München bringen, um sie in der Ausstellung „Entartete Kunst“ in verhöhnender Weise zu zeigen. Danach wurden in einer weiteren Aktion über 20.000 Kunstwerke aus rund hundert Museen beschlagnahmt und nach Berlin gebracht. Ab August 1938 kam eine Auswahl von rund 3.750 Kunstwerken in Schloss Schönhausen an. Von hier aus sollten sie gegen Devisen ins Ausland verkauft werden.

Die erweiterte Dauerausstellung gibt Einblick in die Kulturpolitik des Nationalsozialismus und zeigt Schloss Schönhausen als einen wichtigen Schauplatz dieser Politik. In der bestehenden Dauerausstellung – von der Nutzung des Schlosses als Sommerresidenz der Königin Elisabeth Christine bis zum Gästehaus der DDR-Regierung – wird damit eine Lücke in der Darstellung der Geschichte des Ortes geschlossen.

In fünf Räumen können Besucher:innen das Geschehen im Schloss erkunden. Sie lernen ausgewählte Akteur:innen der „Verwertung“ kennen und erfahren, wie der Verkauf organisiert und umgesetzt wurde. Sie bekommen Einblick in die Biographien, die Motivation und die Handlungsspielräume der beteiligten Personen, der Mitarbeiter:innen der NS-Administration, der Händler, die die Kunstverkäufe vermittelten, der Sammler:innen, die die im Schloss gelagerten Kunstwerke kauften. Ein Raum ist den betroffenen Künstler:innen gewidmet. Dort werden exemplarisch die Schicksale einiger Künstler:innen vorgestellt und ihre unterschiedlichen Erfahrungen mit Tagebüchern und Briefen zugänglich gemacht. Ausgewählte Original-Kunstwerke und die Schilderung ihrer Wege bis heute veranschaulichen die Facetten der Kunstpolitik des Nationalsozialismus und ihrer Folgen.

Laufzeit: seit Juni 2026

Preisinformationen: Am 13. und 14. Juni findet auf dem Gelände des Schlossgartens Schönhausen das Kunstfest Pankow statt. Für den Zugang zum Schlossgelände ist an beiden Tagen der Eintritt zum Kunstfest in Höhe von 3,00 € zu entrichten.

Für den Besuch des Schlosses selbst zahlen Besucher*innen an diesem Wochenende lediglich den ermäßigten Eintrittspreis. Zudem gelten geänderte Öffnungszeiten: Das Schloss ist am 13. und 14. Juni jeweils von 12 bis 19:30 Uhr geöffnet.

Aufgrund dieser Sonderregelungen können für diese beiden Tage keine Online-Tickets angeboten werden. Eintrittskarten sind ausschließlich vor Ort erhältlich. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Preis: 8,00 €

Ermäßigter Preis: 6,00 €

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