Ersan Mondtag arbeitet an der Schnittstelle von bildender Kunst, Theater, Oper und Film. Seine Praxis verbindet Skulptur, Installation, Performance und Raum zu einer gemeinsamen Bildsprache.
Im Zentrum steht der Körper als Träger von Erinnerung. Biografien schreiben sich in Materialien ebenso ein wie in Gesten, Haltungen und architektonische Räume. Mondtags Arbeiten bewegen sich zwischen persönlicher Geschichte und kollektivem Gedächtnis und untersuchen, wie sich gesellschaftliche Verhältnisse in Körpern, Dingen und Landschaften sedimentieren.
Dispair präsentiert eine neue Werkgruppe von Mondtag, die eigens für die Ausstellung bei Dittrich & Schlechtriem entstanden ist und großformatige Skulpturen aus karbonisiertem Holz sowie eine Serie von Reliefs aus Holz und Silikon vereint. Mit diesen Arbeiten setzt der Künstler seine langjährige Auseinandersetzung mit Fragen rund um Vergänglichkeit, Begehren und kollektive Erinnerung fort. Ausgangspunkt ist eine über längere Zeit gewachsene Reflexion über die Mechanismen von Ein- und Ausschluss – dabei richtet der Blick sich ebenso auf Formen der Solidarität wie auf Fragilität von Gemeinschaften und die Dynamiken ihrer inneren wie äußeren Grenzziehungen.
Die Ausstellung eröffnet anlässlich der Berlin Art Week am Mittwoch, 9. September und ist bis zum 31. Oktober 2026 zu sehen. Die feierliche Eröffnung findet am Donnerstag, den 10. September von 18 bis 22 Uhr im Rahmen der Gallery Night statt.
Zeitgenössische Kunst, Fotografie und alte Meister: Das Berliner Ausstellungsjahr 2026 hält wieder hochkarätige Kunst-Highlights aus allen Bereichen bereit.
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