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Draußen… Unter Kiefern

Ein künstlerisch-ökologischer Lehrpfad

Waldpfad

Waldpfad

Anfang des 20. Jahrhunderts verließen Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff oder Erich Heckel die Städte, um raus in die Natur zu gehen. In ihren Gemälden, Zeichnungen, Druckgraphiken und Holzschnitten feiern sie die Natur als das Lebendige, den menschlichen Körper als dynamisches Sein. 100 Jahre später werden diese Bilder, die häufig in der Natur gemalt wurden, von allen natürlichen Einflüssen geschützt in Museen ausgestellt. Museen achten darauf, dass Temperatur und Luftfeuchtigkeit immer gleichbleiben. So werden die Kunstwerke geschützt. Dieses Bewahren der Kunst führt zugleich zu einem großen Ressourcenverbrauch.

Wie kann eine neue Beziehung zwischen Natur und Kunst, Abbild und Realität entstehen? Das Brücke-Museum möchte sich diesem Gedanken öffnen und schafft auf seinem Waldgrundstück einen künstlerischen Lehrpfad, um zu ergründen, was wir in der Natur sehen, lernen oder erfahren können. Wie funktioniert die Schönheit der Lebendigkeit, welchen Wert hat Vergänglichkeit und was passiert in dem Kreislauf der Jahreszeiten? 

Für das Projekt wurden sieben Künstler*innen eingeladen, ein neues Empfinden für das Zusammenleben der Spezies zu vermitteln.  Sie haben Werke entwickelt, die den Blick auf die Natur erweitern, das Zusammenleben aller Lebewesen thematisieren oder das Verwesen als künstlerischen Prozess sichtbar machen. Für die Herstellung wurden möglichst wenig Ressourcen und CO₂ verbraucht. Die Werke sind im Gegensatz zum musealen Raum dem Klima und Wetter ausgesetzt, sie werden von den Bienen betreut und den Füchsen bewacht. 

Der Waldpfad lädt zum Entdecken ein – bitte beachten Sie, dass er naturbelassen und nicht barrierefrei ist. Das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr.

Zeitgleich zeigt das Museum eine Ausstellung, die neben geliebten auch selten gezeigte Werke aus dem Bestand in neuen Konstellationen präsentiert. Ausgangspunkt ist das zentrale Anliegen der Brücke-Künstler, zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine neue Einheit von Mensch und Natur zu suchen, und wie Künstler*innen heute diese Beziehung reflektieren.

Beteiligte Künstler*innen: Mirja Busch, Conde de Torrefiel, Club Real, Guerilla Architects, Andreas Greiner, Jenny Kendler, Michael Meier & Christoph Franz.

Gefördert im Programm Zero – Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte der Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Laufzeit: seit Juli 2026

Preisinformationen: Kombi-Ticket mit dem Kunsthaus Dahlem: 8,00 €

Preis: 6,00 €

Ermäßigter Preis: 4,00 €

Informationen zum ermäßigten Preis: Kombi-Ticket mit dem Kunsthaus Dahlem: 5,00 €

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